Abengoa SA
- DER AKTIONÄR

Heiße Sache

Die Solarsparte des Techno­lo­giekonzerns Abengoa ist noch verhältnismäßig klein, dennoch sorgt der Bereich mit neuen Technologien und jüngst mit einem Großauftrag für Aufsehen.

Wenn von Trends an der Börse die Rede ist, fällt wohl in mehr als 50 Prozent der Fälle das Wort „Solar“. In keiner anderen Branche tummeln sich so viele Unternehmen, sind die Wachstumsaussichten so brillant. Selbst wenn der Geschäftszweig innerhalb eines Konzerns noch so klein ist – manch­mal stiehlt er den traditionellen Unternehmensbereichen die Show. Jüngstes Beispiel: Abengoa.

Das bekannte Geschäft

Der Technologiekonzern ist hauptsächlich in den Sektoren Bioenergie, Umweltdienstleistungen, Informationstechnologie sowie Industrieanlagen aktiv. Sehr erfolgreich: Im Geschäftsjahr 2007 erlösten die Spanier rund 3,2 Milliarden Euro, 20 Prozent mehr als 2006. Ebenso stark legte der Nettogewinn auf 120 Millionen Euro zu. Die Zeichen für weiteres Wachstum stehen gut, nicht zuletzt wegen der weltweit steigenden Benzinpreise. Diese sorgen nämlich für die vermehrte Beimischung von steuerlich begünstig­tem Bioethanol, dessen Produktion zu Abengoas Kernkompetenzen zählt. Gerade errichtet die Firma aus Sevilla eine Pilotanlage in Nebraska. Diese soll nicht wie gewöhnlich mit Mais betrieben werden, sondern mit Abfällen aus der Holzindustrie. Damit tritt der Konzern den weltweit anziehenden Getreidepreisen entgegen.

Die neue Hoffnung „Solar“

Abengoa Solar ist mit einem Umsatzanteil von einem Prozent das Fliegengewicht im Konzern. Das dürfte sich bald ändern: Bis 2011 errichtet die Sparte in Arizona das bisher größte solarthermische Kraftwerk der Welt. Die 280 Megawatt Leistung können rund 70.000 Haushalte mit Strom versorgen. Das Gute daran: Der Versorger APS hat sich verpflichtet, den produzierten Strom in den nächsten 30 Jahren abzunehmen, was rund vier Milli­ar­den Dollar Umsatz entspricht. Daneben verwirklicht Abengoa gerade ähnliche Projekte in Spanien, Algerien und Marokko.

Fazit

Mit Solarturmkraftwerken (siehe Bild) verfügt Abengoa über eine einzigartige und zugleich sehr effiziente Technologie zur Stromgewinnung, die weitere Aufträge erwarten lässt. Alle anderen Segmente wachsen bereits dynamisch. Das 2008er-KGV von 15 spiegelt diese Entwicklung noch nicht wider. Langfristig orientierte Anleger greifen deshalb zu.

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