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- Michel Doepke - Volontär

Heiße Gerüchte um Snapchat

Als Snapchat 2011 an den Start ging, war die Erwartungshaltung nicht besonders hoch – Facebook, Instagram und Twitter dominierten die sozialen Medien. Fünf Jahre später zählt Snapchat zu den Marktführern – und sein Gründer Evan Spiegel als jüngster Milliardär aller Zeiten. Mit dem Börsengang von Snapchat könnte Spiegel nun ein weiteres Kapitel der Erfolgsstory hinzufügen. Erste Gerüchte gibt es schon.  

Was macht einen möglichen Börsengang von Snapchat so interessant?

Snapchat wird aktuell mit bis zu 20 Milliarden Dollar bewertet. Die Bewertung resultiert aus dem rasanten Wachstum. Mittlerweile nutzen rund 150 Millionen Menschen (Quelle: Bloomberg) täglich die Messaging-App – Tendenz stark steigend. Zum Vergleich: Twitter ist aktuell mit gut 13 Milliarden Dollar bewertet und wird von 313 Millionen Nutzern monatlich genutzt – von Snapchat erhoffen sich Investoren also weitaus mehr.

Auch das Umsatzwachstum von Spiegels App spricht für sich. Dieses Jahr peilt Spiegel Erlöse von rund 250 bis 350 Millionen Dollar an, was bestenfalls einer Verdreifachung zum Vorjahreszeitraum entspricht. Im nächsten Jahr rechnet Snapchat sogar mit Umsätzen von bis zu einer Milliarde Dollar, einer weiteren Vervielfachung. Zudem ist das Börsenumfeld für einen IPO besser denn je – der Technologieindex NASDAQ klettert von einem Rekordhoch zum nächsten und die Investoren warten nach den erfolgreichen Börsengängen von Alibaba und Facebook auf eine neue Wachstumsstory. Laut Medienberichten hat Snapchat erste Maßnahmen getroffen.

Der Messaging-Dienst habe sich eine Kreditlinie bei der amerikanischen Großbank Morgan Stanley beschafft – auch Facebook nutzte damals diese Art der Finanzierung für den IPO. Normalerweise nutzen Firmen Finanzierungsrunden zur Kapitalbeschaffung. Zudem verstärkte sich das Management von Snapchat mit Stan Meresman, der bereits einige Börsengänge von Tech-Unternehmen vorbereitete. Dennoch braucht es für einen erfolgreichen Start auf dem internationalen Börsenparkett mehr als einen finanziellen Spielraum und eine interessante Personalie. Sollten sich trotzdem die Gerüchte verdichten und die Faktenlage eindeutiger werden, ist ein ähnlicher Medien-Hype wie bei den Börsengängen von Facebook und Co. zu erwarten. DER AKTIONÄR wird die Entwicklung bei Snapchat im Auge behalten und Sie bei Neuigkeiten informieren.


 

Was zu tun ist, wenn es so weit ist
 

Autor: Thomas Gebert
ISBN: 9783864704000
Seiten: 176 Seiten
Erscheinungsdatum: 23. August 2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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Das neue Buch von Thomas Gebert ist das Resultat vieler Anfragen der Leser seines Börsenbriefs und seiner Kolumnen. Geht es dort in erster Linie um Aktien, erfüllt Gebert hier die Leserwünsche nach einer Beleuchtung sämtlicher Aspekte rund um Geldanlage und persönliche Finanzen. Und so greift er Themen auf wie die Wahrscheinlichkeit eines Euroaustritts Italiens, die Auswirkungen der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und den Sinn oder Unsinn eines Investments in Gold. Gewohnt durchdacht, sachlich und vor allem bestens informiert erläutert Gebert, mit welchen Mitteln sich seine Leser am besten gegen die drohende Gefahr des Kapitalverlusts wappnen können. Sein Rat lautet ganz klar: Bargeld halten! Ab dem Ende des Jahrzehnts könnte sich das Blatt jedoch wieder wenden …

 

 

 

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