Heidelberger Druck
- Michael Schröder - Redakteur

Heidelberger Druckmaschinen: Commerzbank erwartet Turnaround

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat in dieser Woche den Bericht für das Geschäftsjahr 2012/13 vorgelegt. Die eigenen Ziele wurden erreicht – und damit ein wichtiger Meilenstein in Richtung Profitabilität geschafft. Im laufenden Jahr dürfte dem Real-Depot-Wert der Turnaround gelingen. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial.

"Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr die notwendigen Schritte eingeleitet, um 2013/14 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren", so Gerold Linzbach, Vorstandvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG, bei der Präsentation der Zahlen. Linzbach ist seit September 2012 im Amt und wurde als Restrukturier in den seit Jahren defizitären Konzern geholt. Um seine Ziele zu erreichen, soll das Sparprogramm von aktuell 180 Millionen auf 200 Millionen Euro ausgeweitet werden. Die zusätzlichen Einsparungen will der SDAX-Konzern insbesondere durch den weiteren Abbau von Personal erreichen.

Operative Margenerholung

DER AKTIONÄR erwartet, dass die Sanierung des weltgrößten Herstellers von Bogendruckmaschinen weiter erfolgreich verläuft. Bei leicht rückläufigen Umsätzen dürfte der Konzern im Gesamtjahr erstmals seit fünf Jahren wieder einen Jahresüberschuss erzielen. Die Commerzbank hat die Einstufung für die Aktie von Heidelberger Druck auf "Buy" mit einem Kursziel von 2,40 Euro belassen. Der Druckmaschinenhersteller mache bei der laufenden Restrukturierung Fortschritte, so Analyst Daniel Gleim. Angesichts der angestrebten nachhaltigen EBIT-Marge über fünf Prozent nach dem Bilanzierungsstandard IAS und vor Portfolio-Restrukturierungen in den nächsten drei Jahren sehe seine eigene langfristige Zielmarke von vier Prozent zunehmend konservativ aus. Die kommenden Quartale dürften seine Erwartung einer starken operativen Margenerholung untermauern.

Im Aufwind

Charttechnisch macht die Aktie weiter einen guten Eindruck. Nach einer Konsolidierungsphase hat der Wert zuletzt wieder seinen Aufwärtstrend aufgenommen. DER AKTIONÄR spekuliert daher im Real-Depot auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bis in den Bereich um 2,30 Euro.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR

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