Heidelberger Druckmaschinen
- Stefan Limmer - Redakteur

Heidelberger Druck stellt Geschäft auf den Prüfstand

Heidelberger Druck kündigte bei der Präsentation der Halbjahreszahlen einen Konzernumbau an. Aufgrund trüber Geschäftsaussichten will der MDAX-Konzern die Kosten senken. Hierbei sollen alle Maßnahmen in Betracht gezogen werden, die nötig sind.

„Es gibt keine Tabus“, verkündete Heidelberger Druck-Vorstand Bernhard Schreier. Das Management will aufgrund der unsicheren Konjunkturlage und der anhaltenden Nachfrageschwäche sämtliche Geschäftsbereiche, Produkte und Abläufe auf den Prüfstand stellen, um die Gewinnschwelle zu senken.

Es trifft jeden Zweiten

So soll die Kurzarbeit in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres deutlich ausgeweitet werden. Die Hälfte der über 10.000 Beschäftigten in Deutschland wird hiervon betroffen sein. Auch ein Personalabbau im Rahmen des neuen Umstrukturierungsprogramms wurde vom Unternehmen nicht ausgeschlossen. Bereits im Krisenjahr 2009 konnte Heidelberger Druck nur durch Bankkredite, einer öffentlicher Bürgschaft und einem strikten Sparkurs samt Abbau von rund 4.000 Stellen überleben.

Schlechte Aussichten

Im ersten Geschäftshalbjahr erzielte der MDAX-Konzern gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen nahezu unveränderten Umsatz von 1,18 Milliarden Euro. Der Verlust nach Steuern verringerte sich von 88 auf 66 Millionen Euro. Aufgrund der schlechten Geschäftsaussichten kassierte das Management aber schon Ende Oktober das Ziel eines ausgeglichenen Vorsteuerergebnises für das laufende Geschäftsjahr.

The trend is your friend

Die Aktie befindet sich aber weiterhin in einem ausgeprägten Abwärtstrend. Anleger, die der Shortempfehlung des AKTIONÄRS gefolgt sind, sollten investiert bleiben. Sobald der Kurs unter das alte Bewegungstief bei 1,30 Euro fällt, ist das nächste Ziel die Unterstützung bei 1,20 Euro. 

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