Heidelberger Druckmaschinen
- Markus Bußler - Redakteur

Heidelberger Druck: Kursziel 1,05 Euro

Lange Gesichter bei den Aktionären des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck. Nachdem die Aktie schon das gesamt Jahr unter Druck stand, verstärkte sich dieser durch die Turbulenzen der vergangenen Tage noch einmal. Glaubt man den Analysten von Equinet, so ist eine Wende nicht in Sicht.

„Sell" lautet das Urteil von Analyst Holger Schmidt. Das Kursziel hat der Experte auf 1,05 Euro gesenkt - von zuvor 2,50 Euro. Die Resultate seien nicht so ausgefallen, wie er selbst aber auch der Markt das erwartet hätte. Er geht von einer stagnierenden Nachfrage aus. Nach wie vor gebe es zu hohe Kapazitäten im Markt. Deshalb rechnet er nicht nur in diesem, sondern auch im kommenden Jahr mit Verlusten nach Steuern bei dem im MDAX notierten Unternehmen.

UBS ebenfalls skeptisch

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich die UBS skeptisch zu der Aktie geäußert. Sven Weier stuft die Aktie mittlerweile ebenfalls mit „Sell" ein und sieht das Kursziel bei 1,20 Euro. Seiner Ansicht nach könnte der Kurs sogar ins bodenlose rutschen, sollte die Wirtschaft noch einmal in eine Rezession abrutschen. Seiner Ansicht nach ergäbe eine „normale" Rezession einen fairen Wert von Null. Ohne massive Kostensenkungen käme das Unternehmen früher oder später mit seinen Finanzen wieder in Schwierigkeiten.

DER AKTIONÄR rät von einem Einstieg ab. Tatsächlich könnte eine erneute Rezession den Konzern hart treffen. Vor allem die nach wie vor hohe Verschuldung würde sich in diesem Fall negativ bemerkbar machen. Heidelberger Druck müsste mit einem noch schärferen Sparprogramm reagieren. Der Turnaround würde in diesem Fall in weite Ferne rücken.

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