Heidelberg Zement
- Markus Bußler - Redakteur

HeidelbergCement: Im Schatten der Zahlen

Eigentlich sollten sich die Aktionäre des Baustoffproduzenten im Vorfeld der für Donnerstag angekündigten Zahlen für das dritte Quartal beruhigt zurücklehnen dürfen. Negative Überraschungen sollten ausbleiben. Das Unternehmen sollte sich trotz Euro-Finanzkrise auf Kurs befinden.

Neben gut laufender Geschäfte in Nordamerika und Asien sollte HeidelbergCement vor allem von höheren Zementpreisen und niedrigeren Energie- und Rohstoffkosten profitiert haben. Mit einer schwächeren Geschäftsentwicklung rechnet UBS-Analyst Gregor Kuglitsch in Polen, Großbritannien und in den Benelux-Staaten.

Höherer Gewinn erwartet

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag befragten Experten rechnen für den Zeitraum Juli bis September im Durchschnitt mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 818 Millionen nach 778 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich erwarten sie einen Gewinn von 273 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 268 Millionen Euro. Den Umsatz sehen die Analysten bei 3,9 Milliarden nach 3,6 Milliarden Euro im dritten Jahresviertel 2011.

Mit deutlichen Zuwächsen rechnet Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe in Nordamerika und Asien. Etwas weniger umgesetzt haben dürften die Heidelberger hingegen aufgrund der Schuldenkrise in der Region West- und Nordeuropa. HeidelbergCement ist aber in der Region besser aufgestellt als seine Wettbewerber, da das Unternehmen kaum in Südeuropa engagiert ist. Bislang legte nur der mexikanische Konkurrent Cemex Quartalszahlen vor. Cemex konnte seinen Verlust vor allem dank guter Geschäfte in den USA eindämmen.

DER AKTIONÄR hält im Vorfeld der Zahlen an seiner positiven Einschätzung zu der Aktie fest. Das Unternehmen dürfte gute Zahlen liefern und den Ausblick für das laufende Jahr bestätigen. Auch im kommenden Jahr sollte HeidelbergCement getrieben von einer weiter steigenden Nachfrage in Asien, Afrika und Nordamerika wachsen.

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