HeidelbergCement
von Markus Bußler - Redakteur

HeidelbergCement: Deutsche Bank stuft hoch

Die Deutsche Bank bleibt optimistisch für die Aktie des Baustoffproduzenten HeidelbergCement. Analyst Luis Prieto Bartolome hat das Kursziel auf 51,00 Euro erhöht und rät weiterhin zum Kauf der Papiere. Ganz anderer Meinung ist man da bei Exane BNP Paribas. Paul Roger sieht nur ein Ziel von 35,00 Euro. Welchem Analysten sollten Anleger folgen?

Paul Roger führt an, dass sich auf einer Branchenkonferenz in London die teilnehmenden Baustoffhersteller recht vorsichtig geäußert hätten. HeidelbergCement-Finanzvorstand Lorenz Näger sei derweil optimistisch für ein weiter starkes Wachstum in den Schwellenländern, habe aber vor einer Verlangsamung der Dynamik in China gewarnt, auch wenn er kurzfristig noch nicht damit rechne. Nichtsdestotrotz stuft Roger die Aktie des im DAX notierten Unternehmens mit „Underperform" ein.

Umsatzprognose erhöht

Ganz anders bei der Deutschen Bank. Hier sieht man die Aktie von HeidelbergCement weiterhin als klaren Kauf. Bartolome hat die Umsatzprognose für das laufende Jahr sogar leicht erhöht. Zudem schraubte er die operativen Cashflow-Prognosen für 2013 bis 2016 nach oben. Seine Schätzung eines jährlichen Gewinnwachstums vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um zehn Prozent zwischen 2012 und 2016 könnte angesichts der guten geografischen Positionierung und der hohen Gewinnwirkung steigender Erlöse sogar zu gering sein, räumt der Experte ein.

Die Einstufung von BNP Paribas ist nur schwer nachvollziehbar. HeidelbergCement hatte bereits im vergangenen Jahr besser abgeschnitten als die Konkurrenz. Zudem dürfte sich das Nordamerika-Geschäft weiter erholen. Das Sparprogramm macht sich außerdem bei HeidelbergCement positiv bemerkbar. Wieso Roger die Aktie mit „Underperform" einstuft, bleibt sein Geheimnis. DER AKTIONÄR rät Anlegern dazu, sich die Meinung von der Deutschen Bank zu Eigen zu machen. HeidelbergCement dürfte sich weiterhin im Aufwärtstrend befinden und bleibt ein Kauf.

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