Heidelberg Zement
- Maximilian Völkl

HeidelbergCement: Der Deal wird immer besser

Die Aktie von HeidelbergCement zählt in diesem Jahr bislang zu den schwächsten Werten im DAX. Am Donnerstag verliert die Aktie nach der jüngsten Erholung erneut an Boden. Inzwischen macht sich aber immer deutlicher bemerkbar, dass sich der Milliarden-Zukauf von Italcementi auszahlt.

„Ich glaube, dass wir 500 Millionen Euro an Synergien erreichen werden“, so Konzernchef Bernd Scheifele am Mittwochabend. 3,7 Milliarden Euro hatte HeidelbergCement 2016 für den italienischen Baustoffkonzern auf den Tisch gelegt. Ursprünglich war Scheifele dabei lediglich von Einsparungen in Höhe von 175 Millionen Euro ausgegangen – zuletzt wurde das Ziel bereits auf 470 Millionen Euro nach oben korrigiert.

Inklusive der 155 Millionen Euro, die bereits 2016 durch Schließungen von Hauptverwaltungen und Stellenstreichungen eingespart wurden, könnte der Kaufpreis somit bereits in sieben Jahren wieder hereingeholt werden. Die Ursache: „Das Ausmaß von Managementfehlern bei Italcementi war bei weitem höher als wir dies bei der Akquisition gedacht hätten“, so Scheifele. Vor allem in den USA gab es ein gravierendes Missmanagement italienischer Manager, die kaum Erfahrungen mit den örtlichen Rahmenbedingungen hatten.

Günstige Bewertung

Seit November 2016 hängt die Aktie im Seitwärtstrend fest. Schwache Zahlen zum Jahresauftakt hatten die Stimmung bei den Anlegern deutlich eingetrübt. Mittelfristig gibt es aber nach wie vor Potenzial, die starke Entwicklung bei der Eingliederung von Italcementi ist hier ein wichtiger Schritt. Mit einem KGV von 15 ist die Aktie zudem weiter günstig. Anleger bleiben an Bord und setzen darauf, dass der weltweite Bauboom HeidelbergCement Schwung verleiht.

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