HAPAG-LLOYD NA.
- Fabian Strebin - Redakteur

Hapag Lloyd schockt mit Gewinnwarnung: Fusion mit USAC als Lichtblick?

Die Anteile des Hamburger Unternehmens notieren an der Börse heute tief im Minus. Zeitweise verlor der Kurs fast zehn Prozent. Grund ist eine Gewinnwarnung für das aktuelle Geschäftsjahr. Kann die geplante Fusion mit der saudi-arabischen USAC kurzfristig für neuen Schwung sorgen?

Frachtraten im Sinkflug

Nachdem Hapag Lloyd bereits im Schlussquartal 2015 mit sinkenden Frachtraten zu kämpfen hatte, kommt es jetzt knüppeldick. Im Vergleich zum Vorjahr ist der entsprechende Wert nochmals um 245 US-Dollar auf nur noch 1.019 US-Dollar je Container abgestürzt. Das nötigte den Konzern dazu eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr herauszugeben. Nach Unternehmensangaben ist die EBIT-Prognose von mindestens 366 Millionen Euro, was dem Vorjahreswert entsprach, nicht mehr zu halten. Mit welchen Zahlen Hapag Lloyd jetzt plant, wurde nicht bekannt gegeben.

Angestrebte Fusion mit saudi-arabischem Konkurrenten

Unabhängig von der heutigen Gewinnwarnung planen die Hamburger bis Ende des Jahres den Zusammenschluss mit dem Wettbewerber USAC aus Saudi-Arabien. Das entstehende Unternehmen wäre die weltweit fünftgrößte Reederei mit einem Portfolio von 237 Schiffen. Aufsichtsratschef Michael Behrendt geht von Synergieeffekten in Höhe von 400 Millionen Euro durch die Fusion aus.

Entwicklung abwarten

Trotz der geplanten Fusion belasten die schwächelnde Weltwirtschaft und Überkapazitäten in der Containerfrachtbranche die Anteile von Hapag Lloyd. Damit bleibt das Umfeld für die Aktie eingetrübt. Derzeit bietet sich für Anleger kein Einstieg an

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