Hannover Rück
- Andreas Deutsch - Redakteur

Hannover Rück: Nicht geschafft

Die Waldbrände in Kanada und die Erdbeben in Japan und Ecuador haben dem weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang eingebrockt. Die Aktie gerät unter Druck.

Die Hannover Rück hat wegen der überraschend hohen Schäden weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Überschuss sank um rund 15 Prozent auf knapp 215 Millionen Euro. Damit schnitt das Unternehmen schlechter ab als von Analysten erwartet. Für das laufende Jahr sieht Vorstandschef Ulrich Wallin das Unternehmen jedoch auf Kurs, wie geplant mindestens 950 Millionen Euro Gewinn einzufahren.

Mit Abstand am teuersten zu stehen kamen die Hannover Rück mit fast 132 Millionen Euro die Zerstörungen durch die Waldbrände in Kanada, gefolgt von den Erdbeben in Ecuador und Japan. Sturmtief "Elvira", das in Deutschland und Frankreich für hohe Schäden sorgte, hinterließ mit knapp zwölf Millionen Euro vergleichsweise geringe Spuren in den Quartalszahlen des Rückversicherers.

Nur Halte-Position

Die Anleger reagieren verschnupft auf die schwachen Zahlen, die Aktie der Hannover Rück knickt im frühen Handel ein. Der Titel notiert weit unterhalb der 200-Tage-Linie, ein starkes Kaufsignal steht derzeit also keineswegs an. Investierte Anleger halten den Titel.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

Wer braucht noch Banken?

Autor: Beck, Prof. Dr. Ralf
ISBN: 9783864702907
Seiten: 304
Erscheinungsdatum: 11.09.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Intelligente Start-ups krempeln unser tägliches Leben in immer mehr Bereichen um. Das gilt auch für den Bankensektor. In seinem neuen Buch untersucht Prof. Ralf Beck die Fintech-Branche und stellt fest: Mit ihrer Hilfe können wir uns weitgehend unabhängig von Banken machen! Fast alle Dienstleistungen, die Banken traditionell anbieten, bekomme ich als Kunde mittlerweile auch von anderen Anbietern – und oftmals schneller, besser und billiger. Der Autor wirft einen genauen Blick auf die aktuellsten Entwicklungen. Er zeigt, was die Bankkonkurrenten leisten und wie sich Privatpersonen, Unternehmer und Unternehmen aus dem Klammergriff der Banken befreien können.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Hannover Rück: Das war stark

Die Hannover Rück hat mit ihren Zahlen zum dritten Quartal die Erwartungen übertroffen. So konnte der Nettogewinn auf 304 Millionen Euro gegenüber 254 Millionen Euro im Vorjahresquartal gesteigert werden. Analysten hatten nur mit 247 Millionen Euro gerechnet. Auch beim EBIT konnte der Versicherer … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Platow: Darum hat die Hannover Rück Nachholpotenzial

Die Platow Börse schreibt, wenn die Risiken für die Versicherungs-Unternehmen steigen, brauchen sie stabile oder ebenfalls steigende Erträge. Derzeit steigen die Risiken, doch aufgrund der niedrigen Zinsen sinken die entsprechenden Zinseinnahmen. Seit der Einführung der Eigenkapitalregeln nach … mehr