Hannover Rück
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Hannover Rück: Jetzt sind die Bären am Drücker

Die Aktie des Rückversicherers leidet seit Wochen unter dem Hochwasser in Deutschland und den drohenden Folgekosten. Der Aufwärtstrend ist längst abgesoffen und jetzt drohen weitere Kursverluste.

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück gerät an der Börse immer stärker unter Druck. Die Kosten, die auf die Niedersachsen im Zuge des Hochwassers zukommen, sind noch immer nicht ermittelt und das lässt Raum für Spekulationen. Die Aktie hat ihren im Jahr 2011 begonnenen Aufwärtstrend mittlerweile nach unten durchbrochen - aber das Lager der Bären will mehr.

Der Hauch des Todes

Der erste Chart der Hannover Rück zeigt den Bruch des langfristigen Aufwärtstrends (grüne Linie):

Im zweiten Chart gilt die Aufmerksamkeit den beiden Durchschnittslinien (GDs) GD(38, hell) und dem GD(100, dunkel). Schneidet der kurzfristige GD den längerfristigen von unten, spricht man von einem "Golden Cross" - ein kräftiges Kaufsignal. Im oberen Chart ist das im Herbst 2011 der Fall gewesen.

Bei der Hannover Rück ist nun das genaue Gegenteil eingetreten und die 38-Tage-Linie schneidet den GD(100) von oben. Aus diesem "Death Cross" resultiert ein Verkaufssignal.

Dass die Aktie in der ersten Juni-Woche die horizonatale Unterstützung durchbrochen hat, verstärkt den aktuell schwachen Eindruck des Titels. Anleger sollten bei Kursen unter 54 Euro ihre Position glatt stellen, oder short einsteigen.

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