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- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Handelskrieg: China und USA gehen bei Verhandlungen in die Verlängerung

Nach den ersten beiden Verhandlungstagen im Handelsstreit zwischen den USA und China warten die Investoren auf positive Signale der Beteiligten. Wie Medien berichten, verliefen die Gespräche immerhin so konstruktiv, dass beide Seiten eine Verlängerung des Treffens planen. 

Seit Montag beraten Offizielle beider Länder, wie sich eine weitere Eskalation im Handelsstreit zwischen den Großmächten verhindern lässt. Es ist die erste direkte Zusammenkunft, seit sich US-Präsident Donald und Chinas Premier Xi Jinping am 1. Dezember 2018 auf eine 90-tägige "Waffenruhe" geeinigt hatten. Die Frist endet im Februar. 

Zwar haben beide Parteien bislang keine Erklärung zum Verlauf der Verhandlungen abgegeben. Medienberichten zufolge soll es jedoch zu einer Annährung bei verschiedenen Streitpunkten gekommen sein. So schrieb das Wall Street Journal, beide Seiten "machen Fortschritte, um ihre Differenzen beizulegen". Bei dem Handelsstreit geht es unter anderem um einen besseren Zugang für ausländische Investoren nach China. 

Ein umfassender Deal sei aber nicht in Sicht, berichtet das WSJ weiter. Deshalb wollten die Verhandlungspartner die ursprünglich für zwei Tage angesetzte Beratung um einen weiteren Tag verlängern. Laut Bloomberg bestätigte ein Mitglied der US-Delegation die Fortsetzung der Gespräche. 

Sowohl die USA als auch China stehen unter Erfolgsdruck. Der Handelskrieg hat die Investoren stark verunsichert und zu massiven Kursschwankungen an den globalen Aktienmärkten geführt. Kommt es zu keiner Einigung, werden die Amerikaner Ende Februar weitere Strafzölle auf chinesische Importe erheben. Volkswirte befürchten in diesem Fall negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum beider Länder und die restliche Welt. 

Ökonomen hatten wegen des Handelsstreits zuletzt ihre Prognosen für das chinesische Wirtschaftswachstum 2019 auf 6,2 Prozent gesenkt. Es ist der niedrigste Wert seit Jahren. Skeptiker sind sich indes sicher, dass die Volksrepublik tatsächlich sogar noch schwächer wachsen wird. 

Das Bemühen um einen Deal sei da, heißt es in verschiedenen chinesischen Medien. Und auch die Amerikaner strahlen Optimismus aus. So schrieb US-Präsident Donald Trump auf Twitter: "Die Gespräche mit China laufen sehr gut."

An den Börsen hat das Hoffen auf einen Deal die Kurse zuletzt beflügelt. An der Wall Street stieg der Dow Jones um 256 Punkte auf 23.787 Zähler, in Asien zogen Nikkei und Hang Seng ebenfalls kräftig an. In Frankfurt erwarten Händler den DAX ersten Schätzungen zufolge rund 100 Punkte höher bei 10.914 Zählern. 

 

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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