Pfizer
- Michel Doepke - Redakteur

Update: GlaxoSmithKline-Aktie steigt 7 Prozent – Hammer-Deal mit Pfizer

Paukenschlag zum Jahresende: Die Pharma-Riesen Pfizer und GlaxoSmithKline (GSK) bringen ihre Consumer-Healthcare-Geschäfte in ein neues Gemeinschaftsunternehmen ein. Demnach entsteht ein neuer Weltmarktführer in diesem Bereich mit einem Jahresumsatz von 12,7 Milliarden Dollar. GlaxoSmithKline wird mit einem Anteil von 68 Prozent die Mehrheit am Joint Venture halten, der restliche Teil steht Pfizer zu. Die GSK-Aktie kann über sieben Prozent zulegen und generiert ein starkes Kaufsignal.

Sinnvoller Schritt

Das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten zählt nicht (mehr) zu den großen Wachstumssegmenten von Big Pharma. Novartis stieg im März aus dem Joint Venture mit GlaxoSmithKline aus, sodass das komplette Geschäft dem britischen Pharma-Giganten gehörte. Nun bringt wiederum GSK das Segment in ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit Pfizer ein. Die Amerikaner hatten vergeblich nach einem Käufer für diesen Bereich gesucht.

Es handelt sich bei den beiden Sparten um komplementäre Geschäfte. Unter dem Dach des neuen Joint Ventures werden Marken wie Sensodyne und Voltaren von GSK, aber auch Pfizer-Produkte wie Advil, Centrum und Caltrate vereint sein. Die Briten rechnen mit stärkeren Verkäufen sowie höherem Cash Flow und Gewinnwachstum. Im zweiten Halbjahr 2019 sollen die Transaktionen abgeschlossen sein. In den drei Jahren nach der Finalisierung des Deals sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens geplant. Der Druck auf die Konsumgüter-Konkurrenz im Healthcare-Segment nimmt damit zu.

 

GlaxoSmithKline wird umgekrempelt

Damit setzt sich der Umbau beim britischen Pharma-Konzern unter der Leitung von Emma Walmsley fort. Neben der Ausgliederung des Gentherapie-Portfolios an Orchard Therapeutics überraschte GSK den Markt vor Kurzem mit der Übernahme des Krebs-Spezialisten Tesaro.

Kaufsignal aktiv

Die Akquisition von Tesaro hat dem Markt nicht geschmeckt und die GSK-Aktie unter die 200-Tage-Linie gedrückt. Mit dem angekündigten Pfizer-Deal hat das Papier diese nun erfolgreich zurückerobert. Rücksetzer in den Bereich der Signallinie bleiben Kaufgelegenheiten, zur Absicherung dient ein Stopp bei 14,00 Euro.

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