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Gut gebrüllt, Löwe!

Afrika wird oft als vergessener Kontinent bezeichnet. In der Welt des Kapitals trägt der Erdteil den Beinamen zu Recht. Doch der Rohstoffboom, sowie auch Verbesserungen der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen machen Afrika immer interessanter für die Jagd nach Rendite.

Als fünfter Emittent macht Merrill Lynch Afrika investierbar. Das Africa Lions Zertifikat lässt die Konkurrenz dabei alt aussehen.

Afrika wird oft als vergessener Kontinent bezeichnet. In der Welt des Kapitals trägt der Erdteil den Beinamen zu Recht. Nur sehr abenteuerlustige Anleger haben bisher in dieser Region investiert. Doch der Rohstoffboom, sowie auch Verbesserungen der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen machen Afrika immer interessanter für die Jagd nach Rendite.

Aller guten Dinge sind fünf

Um in Afrika zu investieren, hatten deutsche Anleger bisher die Auswahl aus vier Zertifikaten. Diese sind jedoch entweder teuer oder haben nur wenige Aktien als Basiswerte, sodass ein hohes Klumpenrisiko besteht. Zudem ist oftmals die Konzentration auf Rohstoffwerte sehr hoch. Das neue Afrika-Zertifikat von Merrill Lynch versucht, diese Makel zu beheben.

Gut diversifiziert

Um dem Klumpenrisiko zu begegnen, hat Merrill Lynch für den Start 35 Unternehmen ausgewählt. Davon sind 24 entweder in Afrika exklusive Südafrika notiert oder erzielen mindestens zwei Drittel ihres Umsatzes auf dem schwarzen Kontinent. Sieben Gesellschaften müssen diese Bedingungen nicht erfüllen, sollten jedoch nach Auffassung von Merrill Lynch zumindest indirekt von einem Aufschwung in Afrika profitieren. Die übrigen vier sind in Südafrika gelistet, oder erwirtschaften dort zumindest den Großteil ihrer Erlöse.

Erfreulich ist, dass neben Unternehmen aus dem Rohstoffsektor auch viele andere Branchen wie Finanzdienstleistung, Telekommunikation oder Bau vertreten sind. Dadurch decken Anleger einen größeren Querschnitt der afrikanischen Wirtschaft ab und sind nicht so abhängig von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Die Volatilität des Zertifikats dürfte dadurch ebenfalls geringer ausfallen.

Fazit

Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass Dividenden nicht reinvestiert werden. Da Afrika jedoch keine Value-, sondern eher eine Growth-Story ist, dürften Anleger den Verzicht auf die Gewinnausschüttung verschmerzen. Komplett überzeugen kann das Africa Lions Zertifikat hingegen mit der Zusammenstellung. Die Gebühren sind mit einem Prozent pro Jahr nicht zu beanstanden. Wer an eine prosperierende Zukunft Afrikas glaubt und daran partizipieren möchte, kommt am Produkt von Merrill Lynch nicht vorbei.

Weitere Informationen zum Zertifikat finden Sie hier.

 

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 50/2007.

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