I:FAO
- DER AKTIONÄR

Günstig abheben

Ein Neukunde, der alles toppt: Bund und Länder nutzen künftig die Reisebuchungssoftware der I:FAO AG. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis sich I:FAO einer fairen Bewertung annähert. Die Aktie besitzt noch genügend Luft nach oben.

Ein Neukunde, der alles toppt: Bund und Länder nutzen künftig die Reisebuchungssoftware der I:FAO AG. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis sich I:FAO einer fairen Bewertung annähert. Die Aktie besitzt noch genügend Luft nach oben.

Sie wollen Geschäftsreisekosten senken? Wir helfen Ihnen dabei", verspricht die I:FAO AG. Mitarbeiter von Siemens oder ThyssenKrupp buchen schon seit Jahren über die Cytric-Software ihre Flug-, Zug- oder Bahnreisen inklusive der Hotelübernachtungen. Wie der AKTIONÄR erfahren hat, greift jetzt sogar der Staat auf I:FAO zurück, um die indirekten Reisekosten um mindestens 25 Prozent zu senken. Firmenchef Louis Arnitz: "Ab 15. September 2007 kommt Cytric im Rahmen des Travel Management des Bundes für die Nutzung durch die Ministerien und Behörden der öffentlichen Hand für die Reisebuchung zum Einsatz. Nach und nach werden alle Behörden unser System einführen." Das habe "erhebliche, positive Effekte" auf das Geschäft. Ab 2008 sind daraus nennenswerte Erlöse zu erwarten.

Sehr, sehr positiv

Dabei heben die Margen des Software-Spezialisten schon jetzt ab. Im ersten Halbjahr 2007 erzielte I:FAO bei Umsätzen von 4,1 Millionen Euro einen Gewinn in Höhe von 1,1 Millionen Euro (+ 17 Prozent). Das Ergebnis je Aktie lag bereits in der ersten Jahreshälfte bei 0,24 Euro. Und das Wachstum geht weiter. "Die Nachfrage nach Cytric ist selbst in den Sommermonaten sehr, sehr positiv", so der Vorstandsvorsitzende Louis Arnitz.

Daneben spricht ein weiterer Aspekt dafür, dass I:FAO seine hohe Rentabilität beibehalten kann: Rund 90 Prozent der Einnahmen der Gesellschaft sind wiederkehrende Erlöse aus Verwaltungs- oder Buchungsgebühren. Ist Cytric erst einmal bei Kunden wie E.on installiert, profitiert I:FAO von jeder Reisebuchung. Eine beneidenswerte Positionierung in Zeiten zunehmender Geschäftsreisen der immer globaler aufgestellten Konzerne.

Faktor 6

p>Wo liegt der Wert einer Firma, die eine führende Position in diesem Zukunftsbereich einnimmt? Zumindest der US-Anbieter für Reisebuchungssoftware Concur Technologies wird aktuell mit einem 2008er-KGV von etwa 60 bewertet. I:FAO hingegen darf mit einem 2008er-KGV von 10 als noch unentdeckt betrachtet werden. Das i-Tüpfelchen auf die attraktiven Fundamentaldaten ist eine Eigenkapitalquote, die bei sehr guten 92 Prozent liegt.

Fazit

Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis sich I:FAO einer fairen Bewertung annähert. Auslöser dafür könnte die für September angekündigte Einführung der Cytric-Software bei Bund und Ländern sein. Doch nicht nur kurzfristig, auch auf lange Sicht ist die Aktie sehr chancenreich und somit ein richtiger "Top-Tipp". Der spekulative Charakter des Papiers ist weniger dem soliden Geschäftsmodell als dem bislang geringen Handelsvolumen der Aktie zuzuschreiben. Mittlerweile wurde das Potenzial der Aktie offenbar von einigen Marktteilnehmern erkannt, trotz des jüngsten Anstiegs ist das Kurspotenzial aber noch nicht ausgereizt. Ziel: 12,80 Euro.

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