DAX
- Dennis Riedl

Grüne Börsenampel vs. „Sell in May“: Was stimmt denn nun?

 

Die TSI-Börsenampel hat heute ein neues Kaufsignal ausgelöst. Erstmals seit Anfang Januar leuchtet sie damit wieder grün. Pikanterweise erfolgt dieses Signal direkt vor dem Beginn des Mai, also genau konträr zur guten alten Börsenstrategie „Sell in May and go away“. Was stimmt denn nun?

 

Insgesamt gab es 41 Grünphasen, also im Durchschnitt nicht einmal eine pro Jahr. In 21 Fällen davon stand der DAX am Ende der Grünphase tiefer als an seinem Beginn. Das ist keine gute Quote. Doch nun kommt der Clou: Wenn der DAX am Ende der Grünphase höher stand, dann durchschnittlich weitaus höher. Über alle 41 Fälle gewinnt der DAX während Grünphasen auf diese Weise durchschnittlich 10,9 Prozent an Wert. Damit schlägt er den DAX deutlich und hat zudem alle größeren Crashs der Gesamtmärkte umgangen. An der Ampel ist also auch etwas dran. Im letzten Schritt ist nun die Frage: Was ist mit grünen Ampelphasen nur in den Sommermonaten Mai bis September?


Das Duell: Grüne Ampel im Sommer
Beide Strategien sind also für sich gesehen statistisch gesehen sinnvoll. Im aktuellen, konkreten Fall kann sich aber nur eine „durchsetzen“. Wenn man nun die Performance des DAX nur in den Monaten Mai bis September testet, erhält man das Ergebnis: In grünen Sommerphasen hat der DAX hier im Schnitt 1,4 Prozent zugelegt. Das ist deutlich weniger als in Grünphasen allgemein - aber es ist ein Zugewinn! Das Endergebnis lautet also: Die Börsenampel schlägt (knapp) die Börsenweisheit „Sell in may“! Diese Analyse ist natürlich „nur“ eine Durchschnittsbetrachtung – und kann in diesem Jahr auch anders verlaufen. Spannende Sommermonate an den Börsen könnten also vor uns liegen.

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  • Chris Muszalik -
    Ist ja schon pervers das ein User hier spamt mit wikifolio und dann noch mit Kennung der ISIN
  • Benjamin Kraushaar -
    Ich kann guten Herzens und Gewissens dieses wikifolio empfehlen => DE000LS9H4H4 Das wird bei etwas Geduld sehr sehr SEHR ordentliche Renditen abwerfen. Die Backtests zeigen Ergebnisse die, wenn man sie öffentlich bewerben würde, den Anschein der Unseriösität erwecken könnten. Und das alles bei sehr überschaubaren Kosten von 0,95% Zertifikategebühr und 5% Performancegebühr. Also: lieber 500€ (oder mehr) da reinstecken und liegen lassen und freuen.

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