GROUPON INC.CL.A
- Thomas Bergmann - Redakteur

Groupon: Schnäppchenkurse nach Handelsschluss

Das Schnäppchenportal Grouponist im zweiten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Verlust verdreifacht. Zudem senkte das Unternehmen seinen Ausblick Die Aktie rauschte nach Handelsschluss um 17 Prozent in die Tiefe.

Teure Werbeaufwendungen

Bei Groupon können Kunden Rabattgutscheine von Dienstleistern, Restaurants oder Händlern kaufen. Das Unternehmen befindet sich jedoch im Umbau und will sich vom Schnäppchenanbieter zum Internethändler wandeln. Zuletzt stieg der Umsatz zwar um 24 Prozent auf 752 Millionen Dollar, allerdings kommen die Marketing- und Vertriebskosten Groupon teuer zu stehen.

Im zweiten Quartal verdreifachte sich dadurch der Nettoverlust auf 22,9 Millionen Dollar, wie aus den am Dienstag in Chicago veröffentlichten Geschäftszahlen hervorgeht. Groupon senkte daraufhin seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2014. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen peilt Groupon nun ein Ergebnis von 270 Millionen Dollar an, nach zuletzt 300 Millionen. Im dritten Quartal strebt das Portal einen Umsatz zwischen 720 und 770 Millionen Dollar an.

Sanierungsfall

Immerhin konnte die Zahl aktiver Kunden, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens
einmal bei Groupon zuschlugen, um ein Viertel auf 53,5 Millionen gesteigert werden. "Unser Marktplatz nimmt weiter Fahrt auf", kommentierte Groupon-CEO Eric Lefkofsky. Der langjährige Verwaltungsratschef Lefkofsky hatte Anfang 2013 an der Firmenspitze den Gründer Andrew Mason abgelöst und versucht seitdem die Sanierung. Groupon war anfangs rasant gewachsen, verrannte sich aber bei der internationalen Expansion.

Bodenbildung abwarten

Groupons Ausblick hat viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Das positive Chartbild ist auf einen Schlag dahin. Das Schnäppchenportal muss in den nächsten Quartalen mächtig Gas geben, um die hohe Bewertung (2014er-KGV von etwa 60) zu rechtfertigen. Derzeit ist die Aktie kein Kauf.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Tamara Bauer | 0 Kommentare

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