Group Business Software
- DER AKTIONÄR

Group goes USA

Mit dem Kauf einer 50,1-prozentigen Beteiligung an der in New York ansässigen Relavis Corp. baut die aus der Fusion von Globalware, Intraware und Group Technologies entstandene „neue“ Group ihre Stellung als führender Anbieter von Lösungen unter IBM Lotus Notes/Domino weiter aus. Vorstandssprecher Jörg Ott stand dem AKTIONÄR Rede und Antwort.

Mit der Übernahme der US-Gesellschaft Relavis festigt Group Technologies seine Stellung als Weltmarktführer.

Mit dem Kauf einer 50,1-prozentigen Beteiligung an der in New York ansässigen Relavis Corp. baut die aus der Fusion von Globalware, Intraware und Group Technologies entstandene „neue“ Group ihre Stellung als führender Anbieter von Lösungen unter IBM Lotus Notes/Domino weiter aus. Vorstandssprecher Jörg Ott stand dem AKTIONÄR Rede und Antwort.

DER AKTIONÄR: Herr Ott, was bedeutet der Relavis-Deal für Group Technologies?

JÖRG OTT: Mit Relavis baut Group seine Präsenz im lukrativen US-Markt mit einer etablierten Marke und einem Team erfahrener Spezialisten entscheidend aus. Dies zeigt auch ein Blick auf unseren Kundenbestand, der sich um rund 600 auf über 3.500 Kunden erhöht. Ein weiterer wichtiger Kaufanreiz waren die technologisch führenden Relavis-Produkte auf dem Gebiet des mobilen und des internetbasierten CRM. Im Konzernergebnis versprechen wir uns ab dem Geschäftsjahr 2008 eine Steigerung um rund drei Cent je Aktie.

Für das erste Halbjahr 2007 haben Sie ein Konzernergebnis von 0,8 Millionen Euro ausgewiesen. Worauf ist der Gewinnsprung um eine Million Euro zurückzuführen?

Zwei wesentliche Effekte haben zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Erstens, der Umsatzmix: Wir haben den Wareneinsatz um rund zwölf Prozent reduziert. Dies ist auf den gestiegenen Verkauf eigener Produkte und den Rückgang von sogenannten Drittlizenzen zurückzuführen. Zweitens, die Abnahme bei den geschäftsüblichen Abschreibungen, die bei Group traditionell bisher recht hoch waren.

Was macht Sie so zuversichtlich, dass Sie im laufenden Jahr einen Gruppenumsatz von 21 Millionen Euro und ein Ergebnis von sechs Cent je Aktie erreichen können?

Bei einem Halbjahresüberschuss von 0,8 Millionen Euro haben wir ein Ergebnis von 3,5 Cent je Aktie erwirtschaftet. Das entspricht dem Ergebnis des gesamten Vorjahres. Wir haben bereits jetzt eine hervorragende Auftragslage und hoffen, dass wir in den nächsten Wochen zusätzlich einige Großaufträge von namhaften deutschen Konzernen melden können. Großprojekte haben in der Regel auch deutliche Kostendegressionseffekte.

Wie sehen Sie die aktuelle Bewertung der Group-Aktie?

Die Lage der Gesellschaft ist besser denn je. Mit den positiven Ergebnissen im ersten Halbjahr sind wir nunmehr seit vier Quartalen in Folge mit einer Ergebnisverbesserung im Markt unterwegs. Bei einem erwarteten Ergebnis von zehn Cent für 2008 ist die Aktie mit einem KGV von unter 7 wahrlich nicht hoch bewertet. Durch die Relavis-Akquisition erwarten wir einen weiteren positiven Effekt auf das Ergebnis je Aktie. Wir leiden immer noch unter der niedrigen Börsenkapitalisierung von unter 20 Millionen Euro. Ich gehe davon aus, dass – wenn sich die allgemeine Stimmung an den Börsen erholt und wir unseren positiven Newsflow veröffentlicht haben – die Aktie nicht mehr da stehen wird, wo sie heute notiert.

Ein Kaufgrund mehr

Group Technologies ist ein Beleg dafür, dass sich auch im Pennystock-Bereich profitable und technologisch führende Unternehmen finden lassen. Gelingt die Integration von Relavis, ist 2008 auch ein Gewinn je Aktie von deutlich mehr als zehn Cent nicht utopisch. Damit zählt Group zu den günstigsten deutschen IT-Aktien.

Kursziel bei Group Technologies: 1,00 Euro. Stopp: 0,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 34/2007.

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| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

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