ACME PACKET INC. DL-,001
- DER AKTIONÄR

Grenzkontrolle

Mit Kommunikation im Internet verbinden die meisten Menschen E-Mails, Chats und vielleicht noch den Download von Videodateien. Tatsächlich reicht das Spektrum aber viel weiter und umfasst Dinge wie Internettelefonie (Voice-over-IP), Videokonferenzen oder auch die Möglichkeit zum gleichzeitigen Bearbeiten von Dokumenten innerhalb von Netzwerken. Das alles geschieht heutzutage praktisch in Echtzeit.

Das Internet ist ein modernes Babylon – ACME bringt Ordnung in das Chaos.

Mit Kommunikation im Internet verbinden die meisten Menschen E-Mails, Chats und vielleicht noch den Download von Videodateien. Tatsächlich reicht das Spektrum aber viel weiter und umfasst Dinge wie Internettelefonie (Voice-over-IP), Videokonferenzen oder auch die Möglichkeit zum gleichzeitigen Bearbeiten von Dokumenten innerhalb von Netzwerken. Das alles geschieht heutzutage praktisch in Echtzeit und ohne dass die Anwender bemerken, was im Hintergrund für ein Aufwand betrieben wird, damit die Bits und Bytes reibungslos zwischen den einzelnen Technologieplattformen hin- und herflitzen können. Ebenso wenig ist bekannt, welches Unternehmen dafür die Schlüsseltechnologie in Händen hält.

Das moderne Babylon

Um dieses Geheimnis zu lüften: Ohne die Firma ACME Packet würde die Kommunikation im Cyberspace schnell zum Erliegen kommen, weil es selbst den größten Service-Providern an Reichweite und dem Internet an und für sich an qualitativ hochwertiger Infrastruktur fehlt. Erst durch den Einsatz von ACMEs Session Border Controllers, kurz SBCs, an den Grenzen der jeweiligen Firmennetzwerke gelingt den Daten der Sprung über die verschiedenen Plattformen hinweg. Um das Ganze in eine Perspektive zu rücken: Konzerne wie Cisco Systems rüsten die Telekomgesellschaften mit der benötigten Hardware aus – ACME sorgt dafür, dass der Datentransfer klappt, indem es die individuellen Standards der Provider in eine für alle Netzwerke verständliche „Sprache“ übersetzt.

Kleiner Markt, großes Potenzial

Trotz seiner Bedeutung für den globalen Datenverkehr ist der Markt für SBCs vergleichsweise klein. Das weltweite Volumen betrug 2006 gerade einmal geschätzte 160 Millionen Dollar. Was ACME dennoch sexy macht: Die Firma kontrollierte zuletzt rund 42 Prozent des US-Marktes, während der nächste Konkurrent – nicht etwa Cisco Systems oder Juniper Networks, sondern ein kleine Firma namens NexTone Communications – es auf gerade einmal 9,3 Prozent brachte. Insgesamt gehen Experten davon aus, dass der weltweite Markt für SBCs in den kommenden Jahren kräftig wachsen wird. So rechnet das amerikanische Investmenthaus Piper Jaffray schon für 2009 mit einem Marktvolumen von 613 Millionen Dollar.

Teuer, aber gut

Das Wachstum bei SBCs spiegelt sich in den Büchern von ACME wider: So explodierten die Umsätze im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 230 Prozent auf 22,3 Millionen Dollar. Unter dem Strich blieben 0,12 Dollar Gewinn pro Aktie hängen, nach einem Verlust im Vergleichszeitraum. Analysten rechnen damit, dass die Gewinndynamik in den kommenden Quartalen durch die Kosten für den Börsengang und durch höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung belastet werden. Langfristig sollte ACME davon aber profitieren können. Die Aktien sind mit einem 2007er-KGV von 51 kein Schnäppchen. Für ein Engagement spricht aber die erstklassige Marktstellung ACMEs und die exzellenten Aussichten für die Branche.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 07/2007.

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