Grammer
- Michael Schröder - Redakteur

Grammer im Blickpunkt: Zahlen im Anflug, aber was macht der Großaktionär?

Die Aktien von Grammer setzen ihre Konsolidierung auf hohem Niveau fort. Der Automobilzulieferer befindet sich aber auf einem guten Weg, die eigenen Jahresziele zu erreichen. Die Q3-Zahlen am 9. November dürften dies belegen. Die Wahrscheinlichkeit eines Übernahmeangebots sinkt dagegen, die Fantasie durch Zukäufe über die Börse steigt im Gegenzug deutlich an.

Warburg Research die Einschätzung für die Grammer-Aktie im Anschluss an eine Roadshow mit dem Vorstand zuletzt von „Buy“ auf „Hold“ zurückgesetzt. „Die Herabstufung ist nicht verknüpft mit Bedenken in Bezug auf die operative Performance des Unternehmens“, so Analyst Björn Voss in einer Studie. „Vielmehr befindet sich Grammer auf einem guten Weg, die Guidance in 2016 und die mittelfristigen Ziele zu erreichen. Die Bewertung ist jedoch aufgrund von Übernahmespekulation ausgereizt.“

Dabei dürften im dritten Quartal (die Zahlen kommen am 9. November) der saisonale Gegenwind und einige Produktionsstörungen bei VW im Sommer dazu führen, dass die Ergebnisse leicht unter den Q2-Daten liegen werden. Ein bessere Saisonalität und Aufholeffekte in Bezug zu VW sollten im vierten Quartal dann wiederum zu einer besseren Entwicklung führen. Ebenfalls positiv: Vor dem Hintergrund höherer Ergebnisprognosen für die Jahre 2017 und 2018 hat Analyst Voss das Kursziel für die Grammer-Aktie von 52 auf 59 Euro angehoben.

Noch ein Wort zu den jüngsten Stimmrechtsmitteilungen. Die zum Großaktionär gehörenden Unternehmen haben ihre Beteiligung von 15,2 Prozent in zwei unterschiedliche Organisationen aufgeteilt. HALOG (Nijaz Hastor Senior) ist mit 10,2 Prozent beteiligt, während Cascade (Nijaz Hastors Söhne) mit 5,0 Prozent beteiligt ist. Damit könnte der Hastor-Clan möglicherweise seine kombinierte Beteiligung auf über 30 Prozent erhöhen, ohne ein Pflichtangebot abgeben zu müssen. Die Wahrscheinlichkeit eines Übernahmeangebots sinkt, die Fantasie durch Zukäufe über die Börse steigt – und sollte den Kurs weiter stimulieren. DER AKTIONÄR hält daher an seiner Position im Real-Depot fest.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

 


 

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