Grammer
- Jochen Kauper - Redakteur

Grammer-Aktie klettert auf Allzeithoch – das steckt dahinter

Grammer hat im Kampf gegen Investor Nijaz Hastor einen Rückschlag hinnehmen müssen. Hastors Firmengruppe Prevent hat vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth eine einstweilige Verfügung erwirkt. Das Gericht untersagte vorläufig, dass der chinesische Grammer-Partner Ningbo Jifeng eine Wandelanleihe in Aktien umwandelt. Dadurch erhält Grammer im Kampf gegen eine mögliche feindliche Übernahme durch Hastors Firmengruppe Prevent keine Unterstützung von Ningbo Jifeng.

Unbeliebter Investor

Grammer will gegen die einstweilige Verfügung des Landgerichts Nürnberg-Fürth Widerspruch einlegen. Grammer argumentiert im Machtkampf mit Hastor, dass große Kunden das Treiben des streitlustigen bosnischen Investors und Geschäftsmanns kritisch sehen.

Volkswagen hatte in den letzten Tagen bereits öffentlich gemacht, den Vertrag mit Grammer möglicherweise zu kündigen, sofern Grammer an Hastors Firma Prevent geht. Erst vor wenigen Monaten hatte sich VW einen Streit mit dem Autozulieferer Prevent geliefert. Dieser ging sogar soweit, dass die Produktion in verschiedenen VW-Werk stillgelegt werden musste.

Hastor will Grammer

Ningbo-Jifeng sollte der Rettungsanker für Grammer im Kampf gegen Hastor werden. Jingbo hätte durch die Umwandlung der erst im Februar gegebenen Wandelanleihe 9,2 Prozent der Grammer-Aktien erhalten. Dem stehen derzeit die 20,2 Prozent von Hastor gegenüber.

 

 

Hauptversammlung am 24.Mai

Fakt ist: BMW, Daimler und VW blicken nach wie vor skeptisch auf den Machtkampf bei Grammer. Grammer wird in den nächsten Wochen nicht zur Ruhe kommen. Die Hauptversammlung steht für den 24. Mai an. Diese wird Hastor mit seiner Prevent-Gruppe nun aller Voraussicht nach dazu nutzen, fünf Aufsichtsräte und auch Grammer-Chef Müller durch Leute aus der Prevent-Gruppe zu ersetzen. 

Halten! 

DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Grammer ist mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,5 nicht zu teuer. Das KGV beträgt für 2017 knapp 13. Es bleibt dabei: Kurse um 65 Euro plus X sind durchaus drin. Die Aktie ist nach einer kurzen Verschnaufpause auf ein neues Allzeithoch geklettert. Gut möglich, dass Hastor seine Anteile weiter aufstockt. Anleger geben kein Stück aus der Hand.

 

 


 

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    Jedem normal denkenden Betrachter ist klar, daß diese Firma äußerst dubios ist! Es ist nicht nachvollziehbar, woher die in solch einem armen Land innert 10 Jahren soviel Geld erwirtschaftet haben soll - außer durch mafiöses Tun! Dazu passt dann ihr Verhalten und Auftreten!

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