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- DER AKTIONÄR

GoYellow Go!

Die Talsohle, die GoYellow im Vorjahr durchschreiten musste, war so tief, dass einige Experten schon die Pleite der Internetfirma befürchteten. Nicht nur, dass mit dem Auskunftsportal GoYellow und dem Gratis-Telefonievermittler PeterZahlt im Jahr 2006 bei einem Umsatz von 2,9 Millionen Euro ein rekordverdächtiger Verlust von knapp 20 Millionen Euro eingefahren wurde.

Der totgesagten Internetfirma GoYellow ist ein Bilderbuch-Comeback gelungen. Noch 2007 plant die Gesellschaft den Break-even.

Die Talsohle, die GoYellow im Vorjahr durchschreiten musste, war so tief, dass einige Experten schon die Pleite der Internetfirma befürchteten. Nicht nur, dass mit dem Auskunftsportal GoYellow und dem Gratis-Telefonievermittler PeterZahlt im Jahr 2006 bei einem Umsatz von 2,9 Millionen Euro ein rekordverdächtiger Verlust von knapp 20 Millionen Euro eingefahren wurde. Zeitweilig schien die Gesellschaft im Streit mit „Yello Strom“ sogar die „GoYellow“-Namensrechte zu verlieren. Doch seit Anfang 2007 geht es wieder steil bergauf. Im März wurde das Verbot der Verwendung von „GoYellow“ aufgehoben. Die nächste gute Nachricht folgte im April. Dem Verkauf von Werbeeinträgen auf dem Auskunfts- und Branchenportal wurde durch eine Vertriebskooperation mit 16 deutschen Gelbe-Seiten-Verlagen neues Leben eingehaucht. Auch PeterZahlt – eine Internetplattform, über welche monatlich rund zwei Millionen Menschen kostenlos telefonieren – boomt. Nicht nur VW und Ford nutzen die Möglichkeit auf diesem Portal zu werben, auch Opel präsentiert bei PeterZahlt seine Fahrzeuge. „Weitere Großkunden sind zu erwarten“, so GoYellow-Chef KlausHarisch gegenüber dem AKTIONÄR.

Auf zu neuen Höhen

In Zahlen liest sich der Sprint aus der Talsohle so: Im zweiten Quartal 2007 wurde mit vier Millionen Euro deutlich mehr als im gesamten Vorjahr erlöst, der Verlust liegt nur noch bei 0,5 Millionen Euro. „Es sieht sehr gut aus“, so Harisch im Gespräch mit dem AKTIONÄR, „wir streben im dritten Quartal ein ausgeglichenes Ergebnis an.“ Mittelfristighält er eine EBIT-Marge von 25 bis 40 Prozent für möglich. Demnach liegt das 2009er-KGV bei günstigen 7.

Potenzial bis 50 Euro?

Damit hat die Aktie viel Luft nach oben. Laut Harisch sogar sehr viel: „Bei Kursen unter 50 Euro würde ich persönlich keine Aktie aus der Hand geben.“ Denn das Geschäft kommt offenbar gerade erst richtig in Schwung. Wie DER AKTIONÄR erfahren hat, startet im Herbst neben einer Plattform für die lokale Suche auch ein neues Portal im Bereich Telefonie.

Dynamisches Papier

Die GoYellow-Aktie ist nach wie vor ein spekulatives Investment. Doch selten war das Potenzial klarer ersichtlich und die operative Entwicklung so dynamisch. Das 2008er-KGV liegt nur bei 19, das Wachstum war zuletzt dreistellig. Setzt sich der Aufschwung in diesem Ausmaß fort, wird das GoYellow-Papier dieser Entwicklung nicht hinterherhinken und zügig das Kursziel von acht Euro erreichen.

Kursziel bei GoYellow: 8,00 Euro. Stopp: 3,70 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 29/2007.

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