Alphabet
- Michel Doepke - Volontär

Google mit neuer App: Konkurrenz für Facebook, Apple und Co.?

Der Tech-Gigant Google präsentierte seine neue Videotelefonie-App „Duo“. Ziel ist es, den großen Konkurrenten Apple, Facebook und Microsoft Marktanteile abzuknipsen. Bereits mit „Hangouts“ versuchte sich die Alphabet-Tochter auf dem umkämpften Videotelefonie-Markt – jedoch ohne Erfolg.

Schlicht und einfach

„Duo“ wird ähnlich wie bei WhatsApp mit der Telefonnummer verknüpft und soll für iOS und Android erhältlich sein. Somit kann die App auch ohne ein Google-Konto genutzt werden - jedoch verdient Google dann damit kein Geld. Bereits vor Annahme des Videoanrufes erscheint das Live-Bild des Anrufers in einem kleinen Kreis. Damit bleibt die Entscheidung offen, ob der Anruf an- oder abgelehnt wird. Dieser Service ist bisher einzigartig. Mit dem Roll-out soll in den nächsten Tagen begonnen werden. Kann Google mit dieser Innovation die Konkurrenz unter Druck setzen?

Hochkarätige Konkurrenz

Neben Microsoft mit „Skype“ und Facebook mit „WhatsApp“ mischt auch Apple mit „Facetime“ auf dem Markt der Videotelefonie mit. Um Marktanteile zu gewinnen, setzt Google auf eine stabile Verbindung, die auch bei schlechten Datenraten für eine reibungslose Videokommunikation sorgen soll. Der US-Konzern erhofft sich dadurch den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Besonders die Entwicklungsländer mit schlechten Datenübertragungsraten bieten ein großes Marktpotenzial. Zudem hat Google einen weiteren Trumpf in der Hand.

In den kommenden Wochen präsentiert Google mit dem Kurznachrichtendienst „Allo“ einen zusätzlichen Assistenten, der automatisch Antwortvorschläge vorgibt. Dieser Service soll mit der Videotelefonie-App „Duo“ kombiniert werden. Der Erfolg der Apps bleibt abzuwarten – der Kurs des Mutterkonzerns Alphabet hingegen ist seit Jahren erfolgreich unterwegs.

 

Attacke auf Allzeithoch

In den letzten Wochen haben die Papiere von Alphabet eine starke Rallye hingelegt. Derzeit notiert die Aktie knapp unter den bisherigen Höchstständen. Mit einem KGV von 20 für das kommende Jahr sind die Papiere günstig bewertet – es spricht nichts gegen eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. DER AKTIONÄR rät investierten Anlegern dabeizubleiben.


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| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

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