Google
- Nikolas Kessler - Volontär

Google: Die Spannung steigt

Am Donnerstag beginnt in San Francisco die diesjährige Entwicklerkonferenz I/O von Google. Experten rechnen unter anderem mit ersten Details zur neusten Android-Generation. Auch über eine Neuauflage der Datenbrille Google Glass wird spekuliert. Für Googles Abhängigkeit von Werbeeinnahmen wird die Konferenz aber vermutlich keine Lösung bringen.

Programmierer, Technik-Fans und Branchenexperten warten bereits gespannt auf den Startschuss für Google I/O. Sie alle erhoffen sich einen ersten Blick auf die neuste Generation des mobilen Betriebssystems Android. Gerüchten zufolge könnte die kommende Version eine neue Schnittstelle für Fingerabdruck-Sensoren enthalten. Diese ist bislang nur den Spitzenmodellen von Samsung und LG vorbehalten. Zudem wolle Google die Batterielaufzeit verbessern.

Zweiter Anlauf für Google Glass?

Spekuliert wird außerdem, ob der Internetkonzern einen weiteren Anlauf bei der Datenbrille Google Glass wagen wird. Mangels sozialer Akzeptanz und wegen technischer Probleme war die erste Version der Google Glass grandios gefloppt. Im Januar war der Verkauf endgültig eingestellt worden. Ab Donnerstag wird sich zeigen, ob Google-Mitgründer Sergey Brin und Co schon den zweiten Versuch wagen.

Updates zu Android Car

Keine großen Innovationssprünge - aber interessante Updates im Detail - erwarten die Entwickler zur Plattform Android Auto. Dabei geht es darum, eine Auswahl von Android-Apps auf den Bildschirm im Auto zu bringen. Bislang bieten einige Hersteller in den USA, Großbritannien und Australien diese Option an. Als erstes Auto, in dem Android ab Werk vorinstalliert ist, kam gerade der neue Hyundai Sonata auf den Markt. Die deutschen Branchenriesen wie Volkswagen und Daimler versuchen, die konkurrierenden Systeme von Apple und Google parallel in die Fahrzeuge zu integrieren.

Werbung bleibt Haupteinnahmequelle

Rund 90 Prozent der Gesamteinnahmen von rund 66 Milliarden Dollar im Jahr 2014 stammten aus Werbung. Zwei Drittel davon kamen aus hauseigenen Angeboten wie Suche, Maps und YouTube. Ein Drittel der Werbeumsätze werden auf Webseiten anderer Anbieter mit Diensten wie Adsense erzielt. Die Erlöse aus der Umsatzbeteiligung im Google Play Store, über den die Android Apps verkauft werden, fallen dagegen deutlich geringer aus. Auch die Umsätze der kommerziellen Cloud-Angebote, mit denen Google den Wettbewerbern Amazon und Microsoft entgegentritt, sind im Verhältnis verschwindend gering. Dafür wird Google vermutlich keine Lösung präsentieren können.

Aktie halten

Googles Entwicklerkonferenzen sind stets für eine Überraschung gut. Aufgrund der monopolartigen Stellung im westlichen Raum bleibt das Papier eine interessante Beimischung in jedem Langfrist-Internetdepot. Investierte Anleger bleiben dabei!

(mit Material von dpa-AFX)


Wer wird den Kampf gewinnen?

Google vs. Apple

Autor: Vogelstein, Fred
ISBN: 9783864702068
Seiten: 288
Erscheinungsdatum: 15.09.2014
Verlag: Plassen Verlag
Art: gebunden

Die größte Revolution der letzten Jahre fand vor unseren Augen und Ohren statt – aus einem Mobiltelefon wurde ein „Smartphone“, ein mobiler Mini­computer, der die Art und Weise, wie wir leben und kommunizieren, auf den Kopf gestellt hat. Die zentralen „Revolutionäre“ sind Apple und Google – durch iPhone und iPad auf der einen und das Android-Betriebssystem auf der anderen Seite. Beide liefern sich seit Jahren einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft im Milliardenmarkt „Mobile Data“ – und beide sind nicht zimperlich: Sie werben sich gegenseitig die besten Mitarbeiter ab. Wenn der eine ein Unternehmen kaufen will, treibt der andere den Preis hoch. Und sie schmieden Bündnisse mit anderen Schwergewichten wie Facebook oder Microsoft, um sich Marktanteile zu sichern. Dieses Buch liest sich wie ein Roman: Der bekannte Journalist Fred Vogelstein erzählt eine Geschichte darüber, welche Geräte unsere Telefone und Laptops ersetzen werden, wer die Inhalte auf diesen Geräten kontrollieren wird und woher diese Inhalte stammen werden – mit anderen Worten: wie die Zukunft unserer gesamten Medienlandschaft aussehen wird.

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| Bianca Wirth | 0 Kommentare

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