Seabridge Gold Inc.
- DER AKTIONÄR

Goldriese im Angebot

Als in den Jahren 1999 bis 2002 der Goldpreis im Keller war, riss sich der Konzern Seabridge acht hochgradige Goldvorkommen in Nordamerika unter den Nagel. Seabridge-Chef Rudi Fronk will seine Firma nun innerhalb eines Jahres verkaufen. Der Manager sieht sie aber derzeit als deutlich unterbewertet an.

Seabridge-Chef Rudi Fronk will seine Firma innerhalb eines Jahres verkaufen. Der Manager sieht sie aber derzeit als deutlich unterbewertet an.

Als in den Jahren 1999 bis 2002 der Goldpreis im Keller war, riss sich der Konzern Seabridge acht hochgradige Goldvorkommen in Nordamerika unter den Nagel, darunter auch die heutigen Herzstücke der Firma, Courageous Lake und Kerr-Sulphurets-Mitchell im Nordwesten Kanadas beziehungsweise in British Columbia.

Einer der größten Goldfunde

Mit umfangreichen Bohrprogrammen baute Seabridge-Chef Rudi Fronk seither die Ressourcen stetig aus. Courage Lake ist mittlerweile Kanadas zweitgrößtes Junior-Goldvorkommen, die Mitchell-Zone eine der größten Goldressourcen in Nordamerika. In den Zonen Kerr, Sulphurets und Mitchell schlummern insgesamt 34,1 Millionen Unzen Gold und 8,2 Millionen Pfund Kupfer. Um das Projekt zu erschließen, will Fronk für 100 Millionen Dollar eine 20 Kilometer lange Straße bauen.
Im Gespräch mit dem AKTIONÄR betonte Fronk, dass beim Mitchell-Projekt 600.000 bis 800.000 Unzen pro Jahr abbaubar seien für Kosten unterhalb von 100 Dollar je Unze – beim derzeitigen Goldpreis von 950 Dollar pro Unze ein glänzendes Geschäft. Zudem soll die Mine 30 bis 40 Jahre produzieren.

Konkurrenten doppelt so teuer

Das Vorhaben Courageous Lake weist weitere 10,2 Millionen Unzen Gold auf. Seit dem Kauf im Jahr 2002 für nur 5,5 Millionen Dollar haben sich die Ressourcen um 79 Prozent erhöht. Es handelt sich um eines der 15 größten noch unentwickelten Goldvorkommen weltweit.
Insgesamt besitzt Seabridge Ressourcen in Höhe von fast 50 Millionen Unzen. Mit einem Börsenwert von einer Milliarde Dollar wird Seabridge aber mit lediglich 20 Dollar je Unze taxiert – die Wettbewerber Novagold und Crystallex sind mit Werten von 54 und 42 Dollar mehr als doppelt so hoch bewertet.

Fazit

Seabridge-Chef Fronk, der betont, dass sein Ziel der Verkauf des Unternehmens sei, erklärt sich die Unterbewertung unter anderem mit Attacken von Leerverkäufern. Da in der Kasse 25 Millionen Dollar liegen und die Firma keine Schulden hat, ist die Seabridge-Aktie ein klarer Kauf.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 11/2008.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV