Barrick Gold
- Thorsten Küfner - Redakteur

Goldpreisverfall: Wann wird es eng für Barrick Gold?

Der Goldpreis fällt und fällt und mit ihm natürlich auch die Kurse der Förderer. Verständlich, schließlich schrumpfen die Gewinnmargen beträchtlich mit jedem Dollar, den der Goldpreis sinkt. Aber ab wann schreibt etwa der weltgrößte Produzent, Barrick Gold, rote Zahlen?

Der Goldpreis hat seine Talfahrt zuletzt fortgesetzt und damit die Aktien der Goldproduzenten verständlicherweise erheblich belastet. Viele Anleger fragen sich angesichts des rapiden Verfalls der Notierung mittlerweile natürlich auch, ob die großen Förderer wie etwa Barrick Gold auf dem aktuellen Niveau überhaupt noch schwarze Zahlen schreiben oder ab wann es für die Firmen eng wird. DER AKTIONÄR hat die Bilanz des Branchenprimus näher unter die Lupe genommen.

Noch profitabel

Die Kanadier verbuchten im ersten Quartal 2013 bei 1,8 Millionen produzierten Unzen Cashkosten von 919 Dollar je Unze. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand allerdings mit einem Anstieg auf 950 bis 1.050 Dollar. Rechnet man jedoch die Erlöse für Beiprodukte wie etwa Silber oder Kupfer hinzu, beliefen sich die Cashkosten in den ersten drei Monaten nur noch auf 561 Dollar pro Unze. Für das Gesamtjahr wird hier mit 610 bis 660 Dollar kalkuliert.

Aber Vorsicht: Unter Berücksichtigung von beispielsweise Zinszahlungen, Verwaltungskosten oder Abschreibungen könnte Barrick im worst case allerdings bereits auf dem aktuellen Goldpreisniveau von etwa 1.200 Dollar in die roten Zahlen rutschen. Es dürfte also spannend werden, wenn die Kanadier am 1. August ihre Quartalsergebnisse präsentieren.

Gewinner der Krise?

Grundsätzlich sollte allerdings bedacht werden, dass auch viele andere Goldminenbetreiber das gleiche Problem haben wie Barrick Gold. Viele haben zudem noch weitaus höhere Kosten und vor allem geringere Cashpolster. Es ist daher keinesfalls auszuschließen, dass Barrick Gold mittel- bis langfristig zu einem der Gewinner der Krise wird. So könnte es zu einer Marktbereinigung kommen, die zusätzliches Angebot vom Markt nimmt, da einige Minen schließen müssen. Außerdem könnte Barrick womöglich zu diversen Gelegenheiten kommen, sich relativ günstig attraktive Vorkommen unter den Nagel zu reißen.

Nur für Mutige

Fest steht: Nur wer über einen langen Atem und gute Nerven verfügt, sollte sich die derzeit historisch günstig bewerteten Aktien von Barrick Gold (2013er-KGV: 6; KBV von 0,7 und Dividendenrendite von 5,2 Prozent) ins Depot legen. Vor einem Einstieg sollte allerdings noch eine Bodenbildung des Charts abgewartet werden, bereits investierte Anleger sollten ihr Engagement unbedingt weiter mit einem Stopp bei 11,00 Euro absichern.

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