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Goldene Zeiten

Die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt ist eine unentdeckte Dividendenperle unter den deutschen Nebenwerten. Für ein Investment gibt es mehrere gute Gründe. Wir verraten Ihnen, welche!

Die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt ist eine unentdeckte Dividendenperle unter den deutschen Nebenwerten. Für ein Investment gibt es mehrere gute Gründe. Wir verraten Ihnen, welche!

Von Andreas Deutsch

Kennen Sie die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt? Nein? Da dürfte es Ihnen so gehen wie den meisten Anlegern. Die Aktie des in Pforzheim ansässigen Unternehmens ist ein wahres Mauerblümchen. Täglich wechseln nur ein paar Hundert Papiere den Besitzer. Doch das Papier sollte man sich genauer ansehen.

Rekordjahr und Squeeze-out-Fantasie

Die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt ist seit über 100 Jahren auf die Rückgewinnung von Edelmetallen und die Herstellung von Edelmetallprodukten spezialisiert und zählt zu den führenden Scheideanstalten in Europa. Auch im Geschäft mit Edelmetallbeschichtung hat sich die Allgemeine Gold in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Dabei profitieren die Pforzheimer unter anderem von der wachsenden Bedeutung des Elektronikschrott-Recyclings.

Im Geschäftsjahr 2004 konnte die Allgemeine Gold mit Rekordzahlen glänzen: Der Umsatz kletterte um rund 13 Prozent auf 413 Millionen Euro. Der Gewinn legte sogar um knapp ein Drittel auf 11,5 Millionen Euro zu.

Im laufenden Jahr soll das Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahrs liegen, so das Unternehmen. Das dürfte für die Allgemeine Gold locker zu schaffen sein, zumal die Experten mit einer weiterhin stark anziehenden Nachfrage nach Gold und Silber rechnen. Der Silberverbrauch ist in den letzten 20 Jahren um 3,5 Prozent per anno gewachsen. Die Nachfrage der Elektro- und Elektronikindustrie, die nach dem High-Tech-Boom der 90er-Jahre eingebrochen ist, hat sich erholt und letztes Jahr sogar ein neues Rekordhoch erreicht. Ein Grund hierfür ist der Boom bei den optischen Datenspeichern.

Für Kursfantasie sorgt zudem ein mögliches Squeeze-out: Der belgische Metallurgiekonzern Umicore hält aktuell 90,8 Prozent an der Allgemeinen Gold. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Umicore stets bestrebt war, die Minderheitsaktionäre nach Übernahmen abzufinden. Um einen Squeeze-out durchzuführen, müssten die Belgier ihren Anteil allerdings erst auf 95 Prozent ausbauen. Für eine Komplettübernahme spricht unter anderem die enge Zusammenarbeit von Umicore und der Allgemeinen Gold in mehreren Bereichen.

Fazit: Unentdeckte Perle

Die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt ist eine echte Dividendeperle. Wir gehen davon aus, dass das Unternehmen für 2005 1,50 Euro pro Aktie ausschüttet, womit sich aktuelle eine Rendite von 4,1 Prozent ergibt. Zudem verfügt der Wert über einen guten Schuss Squeeze-out-Fantasie. Wegen des niedrigen Börsenumsatzes unbedingt mit Limit ordern!

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