Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Gold und Silber mit Kurssprüngen – was ist denn da los?

Solche Kursgewinne haben die leitgeplagten Edelmetallanleger in den vergangenen Monaten äußerst selten gesehen. Der Goldpreis legte am Dienstag 2,2 Prozent auf 1.229, 55 Dollar zu, der Silberpreis gewann sogar 4,4 Prozent auf 17,08 Dollar. Nach dem eindrucksvollen Comeback nach Ablehnung der Schweizer Gold-Initiative ist dies ein weiter deutlicher Stärkebeweis. Doch woher kommt die plötzliche Stärke? Es sind viele verschieden Entwicklungen, die das Interesse an Gold wieder größer werden lassen.

Steigende Unsicherheit
So sorgen beispielsweise die Entwicklungen in Griechenland für Unruhe. Der griechische Leitindex hat am Dienstag mit mehr als zehn Prozent den höchsten Kursverfall seit 1987 hinnehmen müssen. Ein Grund ist der neue Termin für die Präsidentschaftswahl, die früher stattfinden soll als eigentlich geplant. Ursprünglich war der Termin für Februar vorgesehen, nun soll die Wahl bereits am 17. Dezember stattfinden.
Zum anderen stützen schlechte Wirtschafsnachrichten aus China. So sind die Außenhandelszahlen aus China im November deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Aktienmarkt in China, die Währung und Unternehmensanleihen haben am Dienstag ebenfalls den heftigsten Rückschlag seit Jahren erlebt. Die Regierung in Peking hatte neue Schritte angekündigt, die wachsenden Risiken im hoch verschuldeten Finanzsystem in den Griff zu bekommen. Der Leitindex der Börse Shanghai verlor mehr als fünf Prozent.
Und in Japan deutet sich trotz der starken Geldexpansion eine noch schwerere Rezession an. Die japanische Wirtschaft schrumpfte im dritten Quartal mit minus 1,9 Prozent zum zweiten Mal in Folge und zudem stärker als erwartet. Die Ratingagentur Fitch droht nun Japan sogar mit einer Abstufung seiner Kreditnote. Fitch will bis zur Jahresmitte 2015 entscheiden, ob Japan die fünfthöchste Note "A+" verliert.

Zeit zum Positionieren
Es spricht derzeit vieles dafür, dass die härtesten Zeiten für Gold- und Silberanleger nun tatsächlich vorüber sein könnten. Nicht nur aus fundamentaler auch aus charttechnischer Sicht gab es zuletzt einige positive Signale. Anleger sollten deswegen wieder einen ersten Fuß in die Tür stellen. Wer auf Derivate setzen möchte, liegt beim Gold-Call mit der WKN CZV 90N und beim Silber-Turbo-Long mit der WKN CR5 DRG richtig. Bei den Einzelwerten erscheinen derzeit die großen Zugpferde Goldcorp und Silver Wheaton als am interessantesten. Physische Käufe sollten aber weiter das Fundament darstellen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Die Streckfolter geht weiter

Die Bullen haben nur kurz Oberwasser gehabt. Bis zur wichtigen Marke von 1.295 Dollar lief der Goldpreis - nur um dann gleich wieder eingebremst zu werden. „Inzwischen richten sich die Blicke wieder nach unten auf die Marke von 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. „Vor allem Silber bereitet Sorgen.“ mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Achten Sie auf diese Marken

Gold sendet ein leichtes Lebenszeichen und arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes nach oben. Aktuell kämpft das Edelmetall mit der wichtigen Marke von 1.295 Dollar. Hier war in den vergangenen Tagen und Wochen Endstation gewesen. Die Frage ist: gelingt dieses Mal der Ausbruch? mehr
| Markus Bußler | 1 Kommentar

Gold wird nie wieder steigen!

Aus und vorbei: Gold wird nie wieder steigen. Und eines ist sicher: Aktien werden ewig steigen und nie wieder zurückkommen. Diese beiden Grundsätze scheinen derzeit in Stein gemeißelt zu sein und sich mehr und mehr unter den Anlegern breit zu machen. Doch Märkte verlaufen in Zyklen. Die immer … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Uran + Lithium = Viel Fantasie?

Der Goldpreis tritt weiter auf der Stelle. Das Edelmetall scheint bei 1.280 Dollar sein Niveau gefunden zu haben. „Damit bleibt alles beim Alten. Wichtig ist die Unterstützung bei 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. Auch beim Silberpreis hat sich in der vergangenen Woche vergleichsweise wenig getan. … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Bei Uran spielt die Musik

Der Goldpreis sucht weiter eine Richtung. In den vergangenen Wochen tritt das Edelmetall praktisch auf der Stelle. Die wichtige Unterstützung bei 1.260 Dollar hat bislang gehalten. „Im Moment gibt es keinen Grund, die Long- oder Shortseite aggressiv zu spielen“, sagt Markus Bußler. Die Musik spiele … mehr