RBS Index/Partizip. Zert RBS Silberbasket
- Werner Sperber - Redakteur

Gold und Silber im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Der Anlegerbrief performaxx hat derzeit Bedenken bezüglich eines kurzfristig weiter steigenden Goldpreises und stellt ein passendes Derivat vor. Zertifikat Kompakt sieht mehr Chancen bei Silber und präsentiert fünf Derivate.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Anlegerbriefes performaxx empfehlen risikobereiten Anlegern den am 18. März 2013 fälligen Put-Optionsschein (WKN DE0 U2P) der Deutschen Bank auf Gold zum Kauf, wenn der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) auf weniger als 1.730 Dollar sinkt. Der Schein ist mit einer Basis von 1.700 Dollar je Unze und einem Hebel von derzeit 30,7 ausgestattet. Das Kursziel beträgt 1.630 Dollar und der Stoppkurs sollte bei 1.800 Dollar gesetzt werden.

Körperlich vorhandenes Gold als Münze oder Barren ist ein vernünftiger Bestandteil einer Anlage-Strategie für die Rente. "Papier-Gold", also Gold, das mit Derivaten gehandelt wird, dagegen hat kurzfristig nur eine Chance weiter an Wert zu gewinnen, wenn der Widerstand bei 1.800 Dollar je Unze überwunden wird. Der Goldpreis in Dollar bewegt sich seit dem Allzeithoch bei 1.923 Dollar vom September vergangenen Jahres in einer charttechnischen Konsolidierungsformation. Zum Jahreswechsel als auch im Mai wurden dabei Tiefpunkte bei 1.530 Dollar erreicht. Der jüngsten Bodenbildung von Mai bis August folgte der aktuelle Anstieg bis an den diesjährigen Hochpunkt bei etwas weniger als 1.800 Dollar. Doch dieser Widerstand wurde bislang nicht überwunden. Wenn der Goldpreis nun sinkt, könnte er weiter in Richtung der wichtigen Unterstützungen bei 1.630 und bei 1.530 Dollar nachgeben. Nur wenn der Goldpreis schnell die Hürde bei 1.800 Dollar überwindet, wäre das ein durchweg bullishes Signal.


Zertifikate Kompakt: Silber ist das chancenreichere Gold   

In rund eineinhalb Jahren soll eine Feinunze Gold 3.000 Dollar kosten. Jedenfalls gehen die Analysten der Bank of America/Merrill Lynch bis Anfang 2014 von einem solchen Anstieg um rund 75 Prozent aus. Dieselben Analysten erwarten einen Anstieg des Silberpreises auf 80 Dollar je Unze, also einen Anstieg um etwa 150 Prozent. Die Notierung von Silber zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie wesentlich schwankungsfreudiger ist und die Kurssprünge viel größer sind als bei Gold. Dafür gibt es zwei Gründe: Der Silbermarkt ist wesentlich kleiner als der Goldmarkt. Deshalb kann der Silberpreis schon mit wesentlich weniger Kapital nach oben gehebelt oder nach unten gedrückt werden. Der zweite Grund: Gold besitzt keine industrielle Anwendung, es wird nur für Schmuck oder als Kapitalanlage verwendet. Silber wird hingegen in der Industrie genutzt, etwa für die Hochtechnologie oder die Medizintechnik. Dementsprechend besitzt Silber eine höhere Abhängigkeit zu der Entwicklung der Weltwirtschaft. Im Vergleich zu Gold ist Silber allerdings noch immer stark unterbewertet. Silber kommt auf der Erde zwanzig Mal häufiger vor als Gold, folglich müsste der Silberpreis ein Zwanzigstel des Goldpreises betragen. Vor fünf Jahren kostete Silber allerdings nur ein Sechzigstel von Gold. Doch diese Lücke schließt sich, heute kostet Silber ein Fünfzigstel des Goldpreises. Mit der Aufwärtsbewegung im dritten Quartal des laufenden Jahres hat sich auch die Charttechnik für Silber deutlich verbessert. Die vor etwa einem Jahr begonnene Abwärtstrendlinie ist überwunden worden. Die nächste schwere Hürde ist die waagerechte Widerstandslinie bei 35 Dollar je Unze. Wenn diese Marke nachhaltig überschritten wird, startet die nächste Hausse.

Die Experten von Zertifikate Kompakt raten Investoren, welche Trends folgen, und konservativen Anlegern deshalb dazu, auf den Bruch dieses Widerstandes zu warten, bevor sie sich in Silber engagieren. Risikobereite Anleger sollten schon kurzfristige Rücksetzer zum Einstieg nutzen. Sehr defensiv orientierte Anleger sollten Gewinn begrenzte, also sogenannte capped Bonus-Zertifikat oder Bonus-Zertifikate ohne cap, also ohne Begrenzung, kaufen. Damit haben sie Anteil an steigenden Silberpreisen, profitieren allerdings auch, wenn der Silberpreis lediglich stabil bleibt. Demzufolge sollten solche Investoren das am 9. Januar 2014 fällige capped Bonus-Zertifikat (WKN WLZ 5VP) der Hessischen Landesbank Helaba auf Silber kaufen. Die Bank zahlt 1.250 Euro zurück, was einem Silberpreis von 35,8125 Dollar je Unze als cap entspricht, wenn der Silberpreis während der Laufzeit nie auf 14,33 Dollar oder weniger sinkt. Für das am 27. Dezember 2013 zu tilgende Bonus-Zertifikat (WKN AA5 ZNU) der Royal Bank of Scotland (RBS) erhalten die Investoren mindestens 42 Euro zurück, wenn der Silberpreis während der Laufzeit nie auf 24 Dollar je Unze oder weniger gesunken ist. Das entspräche einer Rendite von 15 Prozent beziehungsweise 12,8 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Ebenfalls für konservative, langfristig orientierte Anleger ist das endlos laufende Zertifikat (WKN CZ3 33R) der Commerzbank auf einen Gold- und Silberminen-Index geeignet. Risikoreicher ist die Investition in das ebenfalls open end aufgelegte Zertifikat (WKN 325 997) der RBS auf einen Aktienkorb bestehend aus sieben Minenwerten. Die gleichgewichteten Titel in diesem Basket sind: Hecla Mining, Golden Minerals, Silver Standard Resources, Goldcorp, Cia de Minas Buenaventura, Coeur d'Alene Mines und Pan American Silver. Risikobereite Anleger sollten das wiederum endlos laufende Faktor-Zertifikat (WKN CZ3 3C2) der Commerzbank kaufen, welches die Bewegungen des Silberpreises beständig um den Faktor 3 hebelt.

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