Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold und Silber: Bären, überall Bären

Die jüngste Korrektur beim Gold- und Silberpreis hat den Edelmetallbären wieder Auftrieb gegeben. Nachdem sich zuletzt mehrere US-Banken mit negativen Prognosen zu Wort gemeldet haben, ziehen jetzt zwei europäische Banken nach. Beide sehen weiter fallende Preise für die Edelmetalle.

So sieht die französische Investmentbank Natixis den Preis für Gold und vor allem Silber weiter unter Druck. Im laufenden Jahr sehen die Banker ein Kursziel von 1.240 Dollar, für das kommende Jahr von 1.250 Dollar für Gold. Noch schlechter sieht es bei Silber aus. Hier rechnet Natixis mit einem Rückgang bis auf 18,60 Dollar in diesem Jahr. Im kommenden Jahr soll die Notierung dann auf 15,00 Dollar fallen. Warum? Die Experten sehen zwar eine steigende Industrienachfrage, gehen jedoch von einer deutlich fallenden Investmentnachfrage bei Silber aus. Seit Beginn der Finanzkrise stammten 25 Prozent der gesamten Silbernachfrage aus dem Investmentbereich, so Natixis. Sollte dieser prozentuale Anteil auf das historische Level von 8 Prozent zurückgehen, so ergäbe sich eine Lücke, die die Industrienachfrage nicht schließen könnte.

Societe Generale sieht Kursrutsch

Auch die Schweizer Großbank Societe Generale hält an ihrer bearishen Prognose für Gold und Silber fest. Die Experten sehen bei Gold einen Preisrückgang bis zum Ende des Jahres auf 1.100 Dollar. Im kommenden Jahr soll der durchschnittliche Preis für eine Unze nur noch bei 1.075 Dollar liegen. Auch bei Silber sieht es nicht besser aus. Hier sehen die Schweizer einen Kursrutsch bis auf 17,00 Dollar zum Ende des Jahres. Der Durchschnittspreis soll im kommenden Jahr bei 18,00 Dollar liegen.

Dass die Investmentnachfrage für die Edelmetalle nachlassen wird, hat man in einigen Studien in den vergangenen Tagen und Wochen gelesen. So wirklich neu ist die nachlassende Investmentnachfrage im Westen freilich nicht. Die Frage wird sein: Lässt auch die Investmentnachfrage nach Gold in Asien nach? Bislang gibt es dafür keine Hinweise. Der Pessimismus, den man derzeit zum Thema Gold aus allen Ecken hört, könnte der Nährboden einer neuen Aufwärtsbewegung sein.

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