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- Werner Sperber - Redakteur

Gold/Palladium und Metro im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Der Gold- und Rohstoff-Report geht auf die Kehrseite der lockeren Notenbanken-Geldpolitik ein und stellt einen entsprechenden Investmentansatz vor. Das Zertifikatejournal geht bei der Metro-Stammaktie volles Risiko mit einem Derivat.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten des Gold- und Rohstoff-Reports erinnern an Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), der im vergangenen Jahr den Investoren gesagt hat, die EZB werde alles tun, um den Euro zu erhalten. Daraufhin sind die Anleger in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 wieder viel mehr Risiko eingegangen. Auch die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken in den USA und zuletzt auch von Japan in Verbindung mit den nach wie vor negativen Realzinsen dürfte nach Meinung vieler Experten diese Entwicklung weiter unterstützen. Ursprünglich hieß es nur: Wenn zuviel Geld da ist, suchen die Anleger etwas werthaltiges, also Gold. Das gilt auch weiterhin, doch nun heißt es auch: Nach den Worten und Taten der Notenbanken ist Gold als sogenannter "sicherer Hafen" weniger gefragt - wenn sich die Investoren noch weiter beruhigen. Andere Edelmetalle wie Silber oder die sogenannten Platingruppenmetalle (PGM), zu denen neben dem eigentlichen Namensgeber auch Palladium und Rhodium zählen, könnten dafür stärker gefragt werden. Ihr Vorteil im Vergleich zu Gold ist ihre zusätzliche Funktion als Industriemetall. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger auf eine schlechtere Preisentwicklung von Gold im Vergleich zu Palladium setzen. Wenn eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold 1.690 Dollar kostet und eine Unze Palladium 725 Dollar, ist Gold 2,33 Mal so teuer wie Palladium. Dieses Verhältnis gilt es zu berücksichtigen und im Verlauf dieser sogenannten Alpha-Spekulation immer wieder anzupassen, indem die Stückzahlen der entsprechenden Anlage-Derivate auf Gold und Platin in das aktuelle Preisunterschiedsverhältnis gebracht wird. Zu 100 Gold-Short-Derivaten müssten in diesem Beispiel 233 Palladium-Long-Derivate gekauft werden. Für diese Spekulation eignen sich Derivate ohne Laufzeitbegrenzung. Anleger sollten entsprechend das endlos laufende Short-Zertifikat (WKN RBS 6J0) der Royal Bank of Scotland auf Gold sowie das ebenfalls open end aufgelegte Long-Zertifikat (WKN AA5 ZR0) desselben Emittenten auf Palladium kaufen.


Das Zertifikatejournal: Mega-Hebel mit der Metro-Aktie      

Nachdem die Notierung der Stammaktie der Metro AG seit Oktober 2012 zwischen 20,50 und 22,50 Euro gependelt ist, hat der Kurs nun diese Hürde bei 22,50 Euro überwunden. Die Experten des Zertifikatejournals geben das Kursziel lediglich mit 24 Euro an. Das würde bereits reichen, um mit dem am 27. Juni 2013 fälligen Discount-Call-Optionsschein (WKN BP6 2U6) der BNP Paribas auf die Stammaktie von Metro mehr als 100 Prozent Rendite zu erreichen. Die Bank zahlt höchstens drei Euro zurück, wenn der Aktienkurs zum Stichtag 21. Juni mehr als 24 Euro beträgt. Wenn die Aktie weniger als den Basispreis von 23,33 Euro kostet, verfällt der Schein wertlos. Diese Spekulation eignet sich also nur für sehr risikobereite Anleger. Die Stimmung für die Aktie ist gut, wie die Kursentwicklung zeigt. Das, obwohl der Umsatz aufgrund der Kaufzurückhaltung vieler Verbraucher vor allem in den Krisenstaaten in Süd- und Südosteuropa im Jahr 2012 nur wenig zugelegt haben dürfte. Mit dem Rückzug der Tochterfirma Media-Saturn aus der Volksrepublik China setzt der Vortand des Handelsunternehmens den Konsolidierungskurs fort. Bei der Bilanzpressekonferenz am 20. März ist also nicht mehr mit Enttäuschungen zu rechnen.

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| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

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