Randgold
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Gold: Party vorbei oder Kaufkurse?

Platzt die Gold-Blase oder geht die gewaltige Rallye munter weiter? DER AKTIONÄR lässt in dieser Ausgabe beide Seiten zu Wort kommen: das Bullen-Lager und die Bären-Fraktion.

Die Lust auf Gold. Woher kommt sie? Ist es der Glanz, das wertige Gewicht eines Barrens? Oder haben Geschichten aus der Kindheit über Indiana Jones, Dagobert Duck und den Nibelungen-Schatz die Gier nach just diesem Metall ins kollektive Gedächtnis eingebrannt? Fakt ist: Der jahrtausendealte Mythos Gold ist lebendig wie nie. Gerade Kleinanleger gehen nach dem jüngsten Kursrückgang wieder auf die Jagd nach dem vermeintlichen Gold-Schnäppchen.

Der Blick auf die Kursentwicklung der letzten 40 Jahre zeigt: Man muss nicht in den Dschungel und auf Schatzsuche gehen, um den Gold-Thrill zu erleben - ein Investment setzt mehr als genug Adrenalin frei. So gab es bereits in den 1970er-Jahren an den Börsen einen gewaltigen Goldrausch: Der Preis stieg innerhalb eines Jahrzehnts um über 2.000 Prozent. Extrem danach auch die Talfahrt: Wer auf dem Hoch eingestiegen war, musste Kursverluste von 60 Prozent verschmerzen.

Großer Irrtum

Den idealen Zeitpunkt zum Ausstieg zu erkennen, war damals angesichts der allgemein guten Stimmungslage für Gold nicht einfach. So schrieb selbst das renommierte Wall Street Journal auf dem Gipfel im Januar 1980: "Trotz des spektakulären Preisanstieges gehört Gold zu einer der drei besten Wetten im Rohstoffmarkt." Es kam anders. Und es dauerte zwanzig Jahre, bis der Boom verdaut und die Zeit für eine neue große Rallye reif war.

Gold ist weit mehr als Abenteuer und Spekulation. Das aus immer tieferen Löchern gegrabene Metall verspricht Schutz - Schutz vor der allseits so gefürchteten Geldentwertung. Ein jüngst gefundener Golddukat aus dem 16. Jahrhundert kann 2013 noch das Gleiche wie damals: etwa ein Paar Schuhe kaufen. Der Wert von Geldscheinen hingegen wird selbst hinter meterdicken Tresorwänden vom Schreckgespenst Inflation zerstört.

Doch beim Goldkauf ist das Timing entscheidend: In einer falschen Marktphase erworben, wird die "Inflations-Versicherung" mit fallenden Goldkursen sehr teuer bezahlt.

Jetzt kaufen - oder verkaufen?

Die große Frage ist: Endet im Jahr 2013 wieder nach einem Zeitraum von rund einem Jahrzehnt ein großer Boom? Oder sehen wir eine attraktive Einstiegschance, bevor der Preis zu einer weiteren gewaltigen Rallye ansetzt?

"Kaufkurse"

In der AKTIONÄR-Ausgabe 26/2013 kommen zunächst die Gold-Bullen zu Wort. Deren These ist klar: Das Umfeld für den Goldpreis ist ideal, wir sehen aktuell Kaufkurse.

"Party vorbei"

Doch auch das Bären-Lager wirft gute Argumente in den Ring. Auf den Seiten 36 und 37 schildern zwei Gold-Skeptiker ihre Sicht der Dinge und sind sich sicher: "Die Gold-Hausse ist zu Ende, die Party vorbei." Mit dem richtigen Zertifikat sind in beiden Szenarien hohe Kursgewinne möglich.

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