Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold dreht, wenn …

Der Goldpreis hat in den vergangenen Tagen einen beeindruckenden Rebound auf das Parkett gelegt. Die Gründe sind vielfältig: Sicherlich dürfte der schwächere Dollar dem Edelmetall Auftrieb verliehen haben. Aber vor allem dürften technische Gründe für den Anstieg verantwortlich sein. Der Goldpreis war deutlich überverkauft und rutschte sogar unter das untere Bollinger-Band.

Dazu kommt: An der Warenterminbörse Comex haben die Commercials ihre Short-Positionen deutlich reduziert, was in der Vergangenheit stets ein Zeichen für wieder steigende Kurse gewesen ist. Doch handelt es sich nur um einen weiteren kurzen Rebound im Abwärtstrend oder steckt diesmal mehr dahinter? Schafft der Goldpreis – endlich – die Trendwende? Seit über drei Jahren kennen die beiden Edelmetalle Gold und Silber nur eine Richtung: die nach unten.

Dreijähriger Bärenmarkt

Und genau das ist das Problem: Seit drei Jahren befindet sich Gold in einem Bärenmarkt. Würde wirklich der Doppelboden bei 1.140 Dollar den Boden bedeuten, dann wäre dies ein höchst unscheinbares Ende eines derart heftigen Bärenmarktes. Sicher, mag der eine oder andere einwenden, dass auch der Gold-Bullenmarkt unscheinbar zu Ende ging. Die 2.000 Dollar erreicht der Goldpreis genauswenig wie der Silberpreis die magische Marke von 50 Dollar. Doch ein derartiger Bärenmarkt endet normalerweise mit einem Abverkauf – mit der Panik der Anleger. Bleibt dies bei Gold aus, da die Gewissheit herrscht, dass Gold niemals wertlos werden wird? Zuletzt war es eher so, dass Anleger die Kursrücksetzer zu physischen Käufen genutzt haben.

Zunächst einmal stehen die Chancen gut, dass sich die Aufwärtsbewegung kurzfristig fortsetzen wird. Dafür sprechen die niedrigen Nettoshortpositionen der Commercials an der Comex. Mittelfristig wird die Lage schwieriger: Zwar glaubt derzeit so gut wie niemand, dass die jüngste Rallye Bestand haben wird. Doch gerade darin könnte aus marktpsychologischer Sicht die Chance für Gold liegen. Wie hat einmal ein kanadischer Broker zu mir gesagt: „Der Goldpreis dreht dann, wenn es eine Aufwärtsbewegung gibt und keiner ihr traut.“ Ist es schon so weit?


Wollen Sie mitdiskutieren rund um das Thema Gold und Silber? Dann folgen Sie Bußlers Goldgrube auf Facebook.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Der Kampf mit dem Dollar

Der Goldpreis steht seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten unter Druck. Im Gegenzug konnte der US-Dollar deutlich zulegen. Getrieben durch steigende Renditen bei US-Staatsanleihen ist die Zinsdifferenz zu anderen Währungsregionen gestiegen. Und das macht die Anlage im US-Dollarraum … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ist das der neue Bärenmarkt?

Der Goldpreis nähert sich mit großen Schritten dem wohl wichtigsten Bereich in diesem Jahr: 1.180 bis 1.170 Dollar. Hier liegt die zentrale Unterstützung für den Goldpreis. Fällt das Edelmetall darunter, dann würde massiver technischer Schaden entstehen. Wenngleich im Bereich von 1.150 Dollar noch … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Jetzt MÜSSEN die Bullen kontern

Für die Goldbullen sind die wichtigsten Tage des Jahres angebrochen: Es steht der zu Beginn des Jahres angebrochene Aufwärtstrend auf dem Spiel. Die wichtigste Unterstützung liegt zwischen 1.180 und 1.170 Dollar. Fällt der Goldpreis unter diese Unterstützung, trübt sich das Bild für den Goldpreis … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ein blutiger Donnerstag

Die Trump-Euphorie währte nur kurz. Binnen weniger Stunden drehte der Goldpreis nach der Wahl Donalds Trump zum US-Präsidenten von über vier Prozent Plus ins Minus. Und die Goldminenaktien erlebten ihren schwärzesten Tag seit langen. „Der Sell-off nimmt seinen Lauf“, sagt Markus Bußler. Die … mehr