Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Zwischen Hoffen und Bangen

Der Goldpreis konnte gestern seine Verluste vom Vortag wieder wettmachen. Und auch heute im frühen Handel kann Gold Boden gut machen. Dennoch: Die Rallye steht auf wackeligen Beinen. Die Minenaktien notierten gestern sogar etwas leichter nachdem am Vortag ein deutlicher Einbruch zu verzeichnen gewesen ist. Wie bereits bei Goldfolio geschrieben: Die Aufwärtsbewegung steht auf wackeligen Beinen. Dies dürfte vor allem an der Entwicklung von Silber liegen.


Klingt auf den ersten Blick seltsam: Schließlich ist ein Großteil der in den Minenindizes gelisteten Unternehmen mit der Produktion von Gold beschäftigt. Silber fällt meist nur als Nebenprodukt an. Doch eines sollten Anleger bedenken. Eine nachhaltige Aufwärtsbewegung bei den Edelmetallen wird meist von Silber angeführt. Silber ist sowohl konjunktur- als auch inflationssensibler als Gold. Der Silberpreis aber konnte seine deutlichen Verluste vom Vortag bei weitem nicht aufholen. Und daraus schließen Anleger offensichtlich, dass die Aufwärtsbewegung auf wackeligen Beinen steht.


In den kommenden Tagen und Wochen wird es also maßgeblich darauf ankommen, dass auch Silber wieder in die Gänge kommt. Dann dürften auch die Minenaktien, die derzeit von Investoren gemieden werden, wieder anfangen zu steigen. Nicht ist es jedoch zu früh, Entwarnung zu geben. Der Goldpreis hängt nach wie vor fest. Wie bereits mehrfach erwähnt. Das Chartbild würde sich erst bei einem Anstieg über 1.080 Dollar nachhaltiger aufhellen.

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