Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Wie gewonnen, so zerronnen

Zugegeben: Als Goldanleger hat man es derzeit schwer. Der Chart gibt einige Rätsel auf. Klare Richtung? Fehlanzeige. Gestern hatte sich der Goldpreis zumindest an einem kleinen Comeback versucht. Doch das wird mit dem heutigen Tag wieder zunichte gemacht. Der Goldpreis notiert wieder im roten Bereich. Allerdings ist es zu früh, um auf die Shortseite zu wechseln.


Warum? Gestern notierte Gold zwar zeitweise im zweistelligen Bereich im Plus. Doch Silber konnte nur wenige Cent zulegen. Und auch die Minenaktien zogen bei der Aufwärtsbewegung nicht mit. Beides Indikatoren dafür, dass die Aufwärtsbewegung auf schwachen Beinen steht. Heute geht es wieder bergab. Doch diesmal das umgekehrte Bild: Gold verliert stärker als Silber und bei den Minenaktien sind – zumindest aktuell – nur leichte Verluste zu verzeichnen. Ändert sich an diesem Bild bis Handelsschluss nichts mehr, dann spricht dies eher dafür, dass auch die Bären derzeit wenig Kraft aufbringen. Gefährlich wird die Lage, sollte in den kommenden Tagen der Bereich von 1.160 Dollar nach unten durchbrochen werden.


Fazit: Nicht Fisch, nicht Fleisch – so stellt sich die Lage derzeit beim Goldpreis dar. Das übergeordnete Setup bleibt bearish. Und es scheinen mittlerweile nahezu alle auf den großen Ausverkauf zu warten. Dieser wäre zwar zum Abschluss des mittlerweile dreieinhalb Jahre dauernden Bärenmarktes dringend nötig. Doch wie das an der Börse so ist: Es tritt selten das Ereignis ein, auf das alle warten. Mit Hebelprodukten sollten Anleger daher – noch – warten, bis eine Richtungsentscheidung gefallen ist.

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