Gold
- Marion Schlegel - Redakteurin

Gold: Wenn keiner mehr damit rechnet, …

Der Goldpreis erholt sich. Aber mit einer nachhaltigen Bewegung rechnet kaum noch jemand. Im Gegenteil: Glaubt man dem Gros der Analysten, dann ist jede Zwischenrallye beim Goldpreis eine Chance, eigene Positionen zu verkaufen. „Das bedeutet ganz klar: Das Überraschungspotenzial beim Goldpreis liegt auf der Oberseite“, sagt Markus Bußler, Rohstoff-Experte beim Anlegermagazin DER AKTIONÄR.


In der Sendung „Börse live – Gold spezial“ beim Deutschen Anlegerfernsehen DAF berichtet er von einem Gespräch mit einem amerikanischen Broker, der meinte, der Goldpreis werde dann steigen, wenn niemand mehr mit einer Rallye rechnet. „Dann, wenn jeder sagt, es ist nur eine weitere Bärenmarktrallye, dann wird der Goldpreis durchstarten“, zitiert Bußler den Broker. Kann das diesmal schon der Fall sein? Möglich. Aber unwahrscheinlich. Anleger sollten noch im empfohlenen Short investiert bleiben und erst bei einem Bruch der Marke von 1.242 Dollar die Reißleine ziehen.

„Das belastet die Kurse enorm“

Mit Blick auf die großen Goldproduzenten wie Barrick Gold, Yamana, Newmont oder auch Goldcorp ist es in den vergangenen Tagen zu einem regelrechten Abverkauf gekommen. „Das liegt vor allem daran, dass wir uns mittlerweile im Bereich der All-in-Kosten vieler großer Produzenten befinden“, sagt Bußler. Mit anderen Worten: Vielen Konzernen droht bei einem weiteren Goldpreisverfall der Rutsch in die roten Zahlen. „Das belastet die Kurse enorm.“

Im Rahmen der Zuschauerfragen beschäftigt sich Bußler noch einmal mit der Aktie von Barrick Gold und der Frage: Was sollen Anleger jetzt tun, die die Aktie im Depot haben? Außerdem geht es um einen möglichen Crash des Aktienmarktes und die Auswirkungen auf Gold und Silber. „Wenn es wie 2008 einen deflationären Schock gibt, dann wäre dies sicherlich kurzfristig schlecht für Gold und Silber“, sagt Bußler. Doch sollte die vermeintliche Überbewertung der Aktienmärkte lediglich abgebaut werden, dann könnte das Geld schnell in andere, günstigere Anlageklassen fließen. Und das könnte die Rohstoffaktien in den Blick der Investoren rücken. Auch die mögliche Manipulation des Goldpreises ist Thema der Sendung, die Sie gleich hier abrufen können.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Es wird Zeit für die Bullen

Der Goldpreis hat in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich korrigiert. Allerdings ist das nach einer 10,5-prozentigen Rallye auch nicht ungewöhnlich. Nachdem die Bullen bislang wenig entgegenzusetzen hatte, wird es nach Ansicht von Markus Bußler langsam Zeit. Bei 1.300/1.307 Dollar sollte ein … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Ein weiterer Rückschlag

Es ist schon ein paar Monate her, da war Pascua-Lama in aller Munde. Zumindest in der Goldbranche. Das riesige Projekt im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet sollte Barricks Zukunft sein – und wurde zu einem Milliardengrab. Auch wenn es ruhig geworden ist: Das Projekt beschäftigt Barrick noch … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Ausverkauf, Panik, Jammern – und Gold

Jeder hat es mitbekommen: Der Dow Jones ist eingebrochen, der DAX folgt ihm brav und auch in Asien herrscht Verzweiflung. Und medial klingt das auch dramatisch. „Der größte Punkte-Verlust der Geschichte.“ Stimmt – ist aber natürlich nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich hat der Dow vom Top rund 8,5 … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Gold konsolidiert, aber ...

Gold und Silber konsolidieren gerade ihren Anstieg seit Mitte Dezember. Das Plus beim Goldpreis summierte sich binnen fünf Wochen immerhin auf 10,5 Prozent. Die Konsolidierung war also überfällig. Grund zur Panik besteht nicht. „Bislang halten alle wichtigen Unterstützungen“, sagt Markus Bußler. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Letzte Chance für die Bären?

Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche genau an der Marke von 1.366 Dollar gedreht. Und das entspricht genau dem Hoch aus dem Sommer 2016. Die Bären wittern ihre Chance und sind kurzfristig am Drücker. Trotz der zuletzt leicht schlechteren COT-Daten ist die Short-Seite bei Gold aktuell … mehr