Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Wenn alle auf eine Korrektur warten …

Der Goldpreis zeigt erneut Stärke: Das Edelmetall kann gestern die Vortagsverluste nahezu wett machen. Das überrascht: Eigentlich wartet jeder auf eine größere Korrekturbewegung. Nach dem starken Anstieg zu Beginn des Jahres wäre eine Gegenbewegung eigentlich überfällig. Doch die bleibt bislang aus.


Gold konnte gestern erneut zweistellig zulegen. Und der Goldpreis notiert über der Marke von 1.220 Dollar. Die großen Gold-ETFs verzeichnen weiterhin Zuflüsse. Offensichtlich treibt die erneute Schwäche des Aktienmarktes die Anleger weiter in den sicheren Hafen Gold. Doch eigentlich gibt es genügend Indikatoren, die auf eine Korrektur bei Gold hindeuten.

 

Schwache Jahreszeit
Saisonell kommt Gold gerade in eine schwache Jahreszeit. Vor allem der März ist für Goldanleger traditionell ein eher schwacher Monat. Im Frühjahr kommt es dann bis in den Mai hinein zu einer Erholung, während der Sommer traditionell schwach ist. Insofern könnte eine Korrektur vor der Tür stehen. Zudem sind auch die COT-Daten – vor allem für Silber – eigentlich auch auf Korrektur ausgelegt.


Dennoch: Es ist derzeit, wie es häufig ist: Alle warten auf eine Korrektur und sie will einfach nicht kommen. Aus charttechnischer Sicht ist die Marke von 1.264 Dollar entscheidend. Steigt der Goldpreis nicht mehr über dieses Zwischenhoch, dann bleibt das Edelmetall im Korrekturbereich. Hier sollten Anleger nach wie vor mit Rücksetzern in den Bereich von 1.180, eventuell sogar 1.150 Dollar rechnen. Erst bei einem Ausbruch über diese Marke sollten die 1.300 Dollar schnell fallen.

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