Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Was wäre, wenn …?

Natürlich profitiert der Goldpreis in seiner Eigenschaft als „Sicherer Hafen“ von den Spannungen in der Ukraine. Und genauso natürlich sehen die Analysten nach wie vor keinen Grund, von ihren negativen Prognosen abzuweichen. Schließlich handelt es sich hierbei nur um ein temporäres Phänomen. Wirklich?

Noch Ende der vergangenen Woche sah alles nach einer Konsolidierung beim Goldpreis aus – zwar spitzte sich bereits am Freitag die Situation in der Ukraine zu. Doch es schien noch niemanden wirklich zu interessieren. 1.309 Dollar beziehungsweise 1.280 Dollar wurden als Zwischenziele herumgereicht. Doch was passierte? Der Goldpreis setzte seinen Aufwärtstrend, den er seit Beginn des Jahres inne hat, weiter fort. Und plötzlich rückt nicht mehr die 200-Tage-Linie in den Mittelpunkt, sondern der Widerstand bei 1.360 Dollar. Sollte dieser tatsächlich genommen werden, wäre der Widerstandsbereich bei 1.420 bis 1.430 Dollar nicht mehr fern – und dann würden die Bullen vermutlich wirklich versuchen, die große Widerstandszone bei 1.500 Dollar in Angriff zu nehmen. Der einstige Betonboden für Gold, der beim Mini-Crash im April vergangenen Jahres durchstoßen wurde, wird wohl die endgültige Richtung weisen.

Mehr als graue Theorie?

Nichts als graue Theorie? So schnell wird es nicht gehen? Sicher? Warum sollte es nicht so schnell gehen? Die Spannungen auf der Krim könnten sich ausweiten. Die Angst vor einem kriegerischen Konflikt könnte wachsen. Das könnte den Goldpreis weiter voran treiben. Aber es gibt auch jenseits der Ukraine durchaus Faktoren, die den Goldpreis unterstützen könnten. So machen beispielsweise die Schmuckhändler in Indien mobil. Sie wollen eine Lockerung der bestehenden Beschränkungen für Edelmetallimporte erreichen. Derzeit erhebt die Regierung zehn Prozent Importsteuer. Diese soll auf zwei Prozent gesenkt werden. Wer weiß, welche Bedeutung Gold in Indien schon traditionell hat und dass in diesem Jahr Wahlen anstehen, der wird diese Forderung nicht ins Reich der Fantasie verweisen.

Zudem erwacht derzeit nicht nur Gold zu neuem Leben. Auch die Agrarrohstoffe klettern bereits wieder. Der für Tod erklärte Superzyklus der Rohstoffe könnte also wieder aufleben. Alleine die Industriemetalle leiden noch unter den schwächeren Wachstumsaussichten von China, dem Hauptabnehmer von beispielsweise Kupfer.


Ja, noch sieht es beim Goldpreis so aus, als sei die Korrektur nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Doch die Marke von 1.360 Dollar rückt in greifbare Nähe. Gelingt der Ausbruch über diesen Widerstand, dann könnte die 1.400-Dollar-Marke rasch genommen werden. Mit Minenaktien kaufen Anleger einen Hebel auf den Goldpreis. Im neuen, monatlich erscheinenden Rohstoffreport „100 Prozent mit Gold, Silber & Co“ stellen wir Ihnen einen Wert vor, der gerade Fahrt aufnimmt. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr, als alle Rohstoffunternehmen einen Sparkurs gefahren haben, zugekauft. Und das könnte sich als goldrichtige Entscheidung herausstellen. Den Report können Sie gleich hier abrufen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Es wird Zeit für die Bullen

Der Goldpreis hat in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich korrigiert. Allerdings ist das nach einer 10,5-prozentigen Rallye auch nicht ungewöhnlich. Nachdem die Bullen bislang wenig entgegenzusetzen hatte, wird es nach Ansicht von Markus Bußler langsam Zeit. Bei 1.300/1.307 Dollar sollte ein … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Ein weiterer Rückschlag

Es ist schon ein paar Monate her, da war Pascua-Lama in aller Munde. Zumindest in der Goldbranche. Das riesige Projekt im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet sollte Barricks Zukunft sein – und wurde zu einem Milliardengrab. Auch wenn es ruhig geworden ist: Das Projekt beschäftigt Barrick noch … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Ausverkauf, Panik, Jammern – und Gold

Jeder hat es mitbekommen: Der Dow Jones ist eingebrochen, der DAX folgt ihm brav und auch in Asien herrscht Verzweiflung. Und medial klingt das auch dramatisch. „Der größte Punkte-Verlust der Geschichte.“ Stimmt – ist aber natürlich nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich hat der Dow vom Top rund 8,5 … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Gold konsolidiert, aber ...

Gold und Silber konsolidieren gerade ihren Anstieg seit Mitte Dezember. Das Plus beim Goldpreis summierte sich binnen fünf Wochen immerhin auf 10,5 Prozent. Die Konsolidierung war also überfällig. Grund zur Panik besteht nicht. „Bislang halten alle wichtigen Unterstützungen“, sagt Markus Bußler. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Letzte Chance für die Bären?

Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche genau an der Marke von 1.366 Dollar gedreht. Und das entspricht genau dem Hoch aus dem Sommer 2016. Die Bären wittern ihre Chance und sind kurzfristig am Drücker. Trotz der zuletzt leicht schlechteren COT-Daten ist die Short-Seite bei Gold aktuell … mehr