Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Lüftet China den Vorhang?

Wie hoch sind die Goldreserven der chinesischen Zentralbank wirklich? Offiziell liegen die Goldbestände Chinas seit Jahren unverändert bei 1.054 Tonnen. Doch hinter vorgehaltener Hand gehen die meisten Analysten davon aus, dass die Chinesen in den vergangenen Jahren ihre Goldbestände aufgestockt haben.

Warum? Zum einen gab es enorme Abflüsse von Gold aus dem Westen Richtung Osten – insbesondere nach Indien und China. China ist mittlerweile die zweitgrößte Volkswirtschaft und will den Yuan zu einer Alternative zum Dollar entwickeln. Ein Schritt in diese Richtung könnte es sein, die eigene Währung deutlich stärker mit Gold zu hinterlegen, um die Glaubwürdigkeit der Währung zu erhöhen. Angesichts von Währungsreserven in Höhe von 3,7 Billionen Dollar dürfte eine Diversifikation auf der Hand liegen.

„Wenn man eine Reserve-Währung erschaffen will, dann liegt es auf der Hand, dass man in der Bilanz mehr als andere Papiergeldwährungen vorweisen kann“, sagt Bart Melek, Leiter der Rohstoffabteilung bei TD Securities gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Da der Yuan schon bald in den Währungskorb des Internationalen Währungsfonds aufgenommen werden soll, liegt es nahe, dass China den Schleier um seine Goldreserven lüften wird. Dies könnte noch vor dem Treffen des Währungsfonds im nächsten Monat oder aber vor dem Treffen im Oktober sein.

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