- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Jetzt auch noch die UBS

Das Lager der Goldoptimisten leert sich weiter. Die Schweizer Großbank wird mit Blick auf die Notierung des Edelmetalls vorsichtiger. Die Experten erwarten jetzt auf Sicht von einem Monat nur noch Kurse von 1.250 Dollar für das Edelmetall. Auf Sicht von drei Monaten soll der Kurs bei 1.300 Dollar liegen.

Bislang waren die Analysten der UBS fast schon eine Ausnahme unter den Großbanken: Sie rechneten mit höheren Preisen bei Gold. Doch nun werden sie vorsichtiger. Vor allem der anhaltende Kapitalabfluss aus börsengehandelten Fonds sowie die verhaltene physische Nachfrage geben den Analysten zu denken. Deshalb haben sie ihre Goldpreis-Prognose reduziert. Doch an einen größeren Kursrutsch glauben sie nach wie vor nicht.

Nachfrage soll steigen

Sollte Gold tatsächlich bis in den Bereich von 1.250 Dollar abrutschen, dann dürfte die Nachfrage wieder aufleben, prognostizieren die UBS-Experten. Vor allem China und auch Indien dürften dann wieder vermehrt auf der Käuferseite stehen. Zudem könnte auch eine Lockerung der Vorschriften für Goldimporte nach Indien die Nachfrage anheizen. Für das Gesamtjahr rechnen die Experten mit einem durchschnittlichen Goldpreis von 1.300 Dollar.

Eine Belebung soll nach ihrer Einschätzung im August eintreten. Der August sei der drittstärkste Monat für Gold in den vergangenen 38 Jahren gewesen. Insbesondere in den vergangenen vier Jahren habe sich der August als guter Gold-Monat herausgestellt. Daher dürfen Goldanleger auch in diesem Jahr mit einem starken August rechnen.

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