Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Hier kauft jemand!

Der Goldpreis konsolidiert aktuell. Doch die jüngsten Zahlen von Dezember belegen: Es waren einige Käufer auf dem Markt aktiv. Die Bestände der Gold-ETFs stiegen alleine im Dezember um drei Prozent. Das entspricht etwa 2,4 Millionen Unzen in einem Wert von rund 3,1 Milliarden Dollar. Der Dezember war der dritte Monat in Folge mit Nettozuflüssen.

Ende 2018 betrug das Volumen der Gold-ETFs 100,6 Milliarden Dollar. Das war das erste Mal seit dem Jahr 2012, dass das Volumen wieder die Marke von 100 Milliarden Dollar überschritten hat. Seit Jahresanfang stiegen die Bestände der ETFs um weitere 500.000 Unzen. Die stärksten Käufe gab es in den USA und in Großbritannien. Dort sollen es vor allem die Unsicherheiten rund um einen Brexit sein, die die Goldnachfrage treiben.

Nun haben wir hier das bekannte Huhn/Ei-Problem. Sprich: Steigen die Bestände der Gold-ETFs, weil der Goldpreis steigt, oder sind die Käufe von Gold-ETFs ursächlich für den Anstieg des Goldpreises. Die Diskussion ist vom Grundsatz her akademisch. Betrachtet man jedoch das Volumen der Goldkäufe mit dem Volumen der an den Terminmärkten gehandelten Kontrakte, dann wird schnell klar, dass die Terminmärkte eine weitaus wichtigere Rolle bei der Preisbildung spielen als die ETF-Käufe. Daher erfolgen die ETF-Käufe prozyklisch mit dem Anstieg des Goldpreises.

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