Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Glauben Sie nicht diese Märchen


Gold ist out. Gold braucht kein Mensch. Gold hat ausgedient. Gold spielt in unserem Finanzsystem keine Rolle mehr. Und, mein Liebling unter den Überschriften von Artikeln, die den Abgesang auf Gold einläuten: Der Glanz von Gold verblasst. Oft hat man diese Zeilen in den vergangenen Monaten gelesen. Doch die Realität sieht anders aus. Die Nachfrage ist nach wie vor da.

Zum einen sind Privatanleger sehr wohl noch auf der Käuferseite zu finden: Das Interesse der Anleger an Gold hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Der Münchner Edelmetallhändler Pro Aurum meldet für Januar ein Plus von mehr als 60 Prozent, bei der BayernLB verdoppelte sich der Goldhandel im Vergleich zum Dezember sogar. Spekulationen um einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro ("Grexit") und der Schweizer Franken-Schock haben Barren, Münzen und Schmuck aus Sicht vieler Anleger wieder attraktiv gemacht. In den vergangenen Jahren hatte die Nachfrage nach Gold nachgelassen und die Umsätze der Händler stagnierten oder gingen zurück.

Zentralbanken kaufen
Nun könnte man meinen, dass es nur Privatanleger sind, die sich mit Gold eindecken. Doch dem ist nicht so. Im Gegenteil. Auch die Zentralbanken kaufen. Das World Gold Council meldet, dass die Zentralbanken rund um den Globus im vergangenen Jahr 477,2 Tonnen Gold gekauft haben. Das ist die größte Menge in annähernd 50 Jahren. Und immer daran denken: Bei diesen Zahlen ist China nicht dabei, da die chinesische Zentralbank offiziell keine Goldkäufe durchführt. Das allerdings wird von vielen Experten bezweifelt.

Der größte Goldkäufer ist dabei Russland. 173 Tonnen Gold hat das Land im vergangenen Jahr erworben und damit die Goldreserven auf mehr als 1.200 Tonnen nach oben geschraubt. Aber auch Kasachstan und der Irak waren mit jeweils 48 Tonnen auf der Käuferseite zu finden. Die Goldverkäufe dagegen waren eher gering. Es stechen dabei nur die 19 Tonnen heraus, die die Ukraine verkauft hat.

Sie interessieren sich für Gold und Silber? Bußlers Goldgrube finden Sie jetzt auch auf Facebook unter www.facebook.com/busslersgoldgrube oder folgen Sie einfach diesen Link.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Irgendwo im Nirgendwo

Der Goldpreis hat an Schwung verloren. Derzeit bewegt sich das Edelmetall weder deutlich nach oben noch nach unten. Der Goldpreis pendelt nach der Rallye der vergangenen Woche um die Marke von 1.240 Dollar. Ein starkes Zeichen wäre allerdings nach Ansicht von Markus Bußler ein Angriff auf das Hoch … mehr
| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Gold: Ein Ausrufezeichen!

Es ist schwer zu sagen, wieviele Hände man bräuchte, um die Experten abzuzählen, die sich sicher waren: Hebt die Fed die Zinsen an, dann crasht Gold. Aber das Gegenteil ist geschehen. Der Goldpreis hat nach dem Zinsentscheid deutlich angezogen und sendet ein Lebenszeichen. Die Konsolidierung der … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Rock 'n' Roll in der 2. Reihe

Der Goldpreis scheint sich im Bereich von 1.200 Dollar stabilisieren zu wollen. Doch derzeit wartet alles auf die Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch. Die Fed wird die Zinsen voraussichtlich anheben. Das könnte zwar noch kurzfristig für Druck sorgen. Dennoch: Der Großteil sollte längst eingepreist … mehr