Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Eine einzige Abwärtsspirale?

Wie geht es weiter mit dem Goldpreis? Während die Charttechnik derzeit keine eindeutigen Erkenntnisse liefert, hat sich die US-Großbank Morgan Stanley bereits festgelegt: Der Goldpreis wird wieder unter Druck geraten. Joel Crane sieht ein Kursziel von 1.125 Dollar zu Beginn des kommenden Jahres.

Gold ist nach Ansicht des Experten unattraktiv. Der Aufwärtstrend zu Beginn des Jahres habe vor allem mit den Spannungen rund um die Ukraine zu tun. Diese werden aber nachlassen und damit Gold weiter unattraktiver machen. „Viele der stützenden Entwicklungen aus dem ersten Quartal werden an Bedeutung einbüßen und wir glauben, dass der Goldpreis seinen Abwärtstrend wieder aufnehmen wird“, stellt Crane fest. Dazu würden sich die Anzeichen auf steigende Leitzinsen in den USA verdichten. Und das würde Gold zusätzlich unattraktiv machen. Gleichzeitig blieben die Inflationserwartungen weiterhin niedrig.

Kontroverse Diskussion, aber …

Nun, das Thema Gold wird sicherlich auch in Zukunft kontrovers diskutiert werden. Doch davon zu sprechen, Gold sei im ersten Quartal vor allem wegen der Ukraine-Krise gestiegen, geht meines Erachtens am Thema vorbei. Sicherlich hat die Besetzung der Krim dem Gold kurzfristig Auftrieb gegeben. Doch das Edelmetall hat bereits in den Wochen vorher deutlich an Wert zulegen können. Und dies hatte sicherlich nichts mit der Ukraine-Krise zu tun.

Dazu bezweifle ich stark, dass wir tatsächlich vor einer Zinswende in den USA stehen. Die FED wird sicherlich das Hauptaugenmerk weiterhin auf die Konjunktur haben. Sollte sich diese nicht nachhaltig erholen, wird die FED versuchen, die Märkte weiterhin mit frischem Geld zu versorgen. Steigenden Zinsen würden das Pflänzchen Konjunktur schnell wieder vertrocknen lassen. Eine Zinserhöhung scheint daher so schnell nicht wahrscheinlich. Dazu sollte sich Morgan Stanley die Frage stellen: Wenn die Experten mit einer Zinswende in den USA rechnen, wieso empfehlen sie dann den Anlegern in Aktien und Anleihen zu investieren? Diese würden unter einer Zinswende genauso leiden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Die Streckfolter geht weiter

Die Bullen haben nur kurz Oberwasser gehabt. Bis zur wichtigen Marke von 1.295 Dollar lief der Goldpreis - nur um dann gleich wieder eingebremst zu werden. „Inzwischen richten sich die Blicke wieder nach unten auf die Marke von 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. „Vor allem Silber bereitet Sorgen.“ mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Achten Sie auf diese Marken

Gold sendet ein leichtes Lebenszeichen und arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes nach oben. Aktuell kämpft das Edelmetall mit der wichtigen Marke von 1.295 Dollar. Hier war in den vergangenen Tagen und Wochen Endstation gewesen. Die Frage ist: gelingt dieses Mal der Ausbruch? mehr
| Markus Bußler | 1 Kommentar

Gold wird nie wieder steigen!

Aus und vorbei: Gold wird nie wieder steigen. Und eines ist sicher: Aktien werden ewig steigen und nie wieder zurückkommen. Diese beiden Grundsätze scheinen derzeit in Stein gemeißelt zu sein und sich mehr und mehr unter den Anlegern breit zu machen. Doch Märkte verlaufen in Zyklen. Die immer … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Uran + Lithium = Viel Fantasie?

Der Goldpreis tritt weiter auf der Stelle. Das Edelmetall scheint bei 1.280 Dollar sein Niveau gefunden zu haben. „Damit bleibt alles beim Alten. Wichtig ist die Unterstützung bei 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. Auch beim Silberpreis hat sich in der vergangenen Woche vergleichsweise wenig getan. … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Bei Uran spielt die Musik

Der Goldpreis sucht weiter eine Richtung. In den vergangenen Wochen tritt das Edelmetall praktisch auf der Stelle. Die wichtige Unterstützung bei 1.260 Dollar hat bislang gehalten. „Im Moment gibt es keinen Grund, die Long- oder Shortseite aggressiv zu spielen“, sagt Markus Bußler. Die Musik spiele … mehr