Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Diese Zahlen sollten Sie kennen

15 Prozent ist die Nachfrage nach Gold im vergangenen Jahr eingebrochen. Das geht aus den jüngsten zahlen des World Gold Council (WGC) hervor. Doch Anleger sollten noch einen zweiten Blick auf die Zahlen des WGC werfen. Denn die 15 Prozent Nachfragerückgang sind nur die halbe Wahrheit.

Der gesunkene Goldpreis hat die Nachfrage seitens der Schmuckindustrie und die Nachfrage nach Goldbarren und –münzen auf den höchsten Stand überhaupt getrieben. Im Jahresvergleich stieg die Nachfrage seitens dieser beiden Segmente um 21 Prozent auf 3.863,5 Tonnen. Doch die Gold-hinterlegten ETFs sind auf der Nachfrageseite praktisch verschwunden. Im Gegenteil. Sie hatten massive Abflüsse zu verzeichnen und warfen 881 Tonnen des gelben Metalls auf den Markt. Und diese 881 Tonnen werden wiederum von Nachfragemenge abgezogen.

29 Tonnen an einem Tag ausgeliefert

„Wir haben einen signifikanten Wechsel im Verhalten der ETFs gesehen“, sagte WGC-Manager Marcus Grubb. Auch wenn das Jahr noch jung sei, ist sich Grubb sicher, dass 2014 ein wesentlich besseres Jahr für ETFs und Goldinvestments werden wird. „Der Markt kehrt zu seinem Gleichgewicht zurück.“ Wie schon mehrfach berichtet sei China mittlerweile zum größten Goldkonsumenten aufgestiegen. Die Nachfrage der chinesischen Schmuckindustrie kletterte um 29 Prozent, die Nachfrage nach Münzen und Barren aus China um 38 Prozent. Die Nachfrage nach Gold aus China sei auch im neuen Jahr ungebrochen hoch. In der vergangenen Woche seien an einem einzigen Tag 29 Tonnen Gold von der Shanghai Gold Exchange ausgeliefert worden.

DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach auf die hohen Abflüsse der ETFs und die gleichzeitig hohen Käufe Chinas hingewiesen. Die ETF-Verkäufe dürften jedoch im laufenden Jahr deutlich abnehmen. Oder um es mit den Worten von Kostolany zu sagen: Die zittrigen Hände sind aus dem Markt. Dennoch bleibt die Nachfrage seitens Chinas weiterhin hoch. Und das dürfte die Kurse weiter beflügeln.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Der Kampf mit dem Dollar

Der Goldpreis steht seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten unter Druck. Im Gegenzug konnte der US-Dollar deutlich zulegen. Getrieben durch steigende Renditen bei US-Staatsanleihen ist die Zinsdifferenz zu anderen Währungsregionen gestiegen. Und das macht die Anlage im US-Dollarraum … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ist das der neue Bärenmarkt?

Der Goldpreis nähert sich mit großen Schritten dem wohl wichtigsten Bereich in diesem Jahr: 1.180 bis 1.170 Dollar. Hier liegt die zentrale Unterstützung für den Goldpreis. Fällt das Edelmetall darunter, dann würde massiver technischer Schaden entstehen. Wenngleich im Bereich von 1.150 Dollar noch … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Jetzt MÜSSEN die Bullen kontern

Für die Goldbullen sind die wichtigsten Tage des Jahres angebrochen: Es steht der zu Beginn des Jahres angebrochene Aufwärtstrend auf dem Spiel. Die wichtigste Unterstützung liegt zwischen 1.180 und 1.170 Dollar. Fällt der Goldpreis unter diese Unterstützung, trübt sich das Bild für den Goldpreis … mehr
| Markus Bußler | 2 Kommentare

Goldexperte Bußler: Ein blutiger Donnerstag

Die Trump-Euphorie währte nur kurz. Binnen weniger Stunden drehte der Goldpreis nach der Wahl Donalds Trump zum US-Präsidenten von über vier Prozent Plus ins Minus. Und die Goldminenaktien erlebten ihren schwärzesten Tag seit langen. „Der Sell-off nimmt seinen Lauf“, sagt Markus Bußler. Die … mehr