Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Die Uhr tickt

Die Spannung ist förmlich greifbar. Alle warten auf den morgigen Arbeitsmarktbericht in den USA. Um 14.30 Uhr werden die Zahlen veröffentlicht, die Schätzungen sprechen von 180.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Flüsterschätzungen liegen mittlerweile bei mehr als 200.000 Stellen. Und das würde den Weg für einen Zinsschritt im September ebnen.

Der Goldpreis und vor allem die Goldminenaktien sind bereits im Vorfeld deutlich unter Druck geraten. Kein Wunder, gelten doch Zinserhöhungen gemeinhin als kontraproduktiv für den Goldpreis, da damit Anleihen im Verhältnis zu Gold, das keine Zinsen zahlt, attraktiver werden. Freilich, diese Argumentation lässt außer Acht, das Gold in den vergangenen Phasen steigender Zinsen ausgesprochen gut performt hat.

Psychologischer Effekt

Dennoch: Gerade der psychologische Effekt sollte nicht unterschätzt werden und es zeigt sich wieder einmal, dass die Angst vor einem Ereignis (in diesem Fall einer Zinsanhebung) meist schlimmer ist als das Ereignis selbst. Noch dazu sollte man nicht vergessen, welche Rallye Gold und Goldminenaktien bereits hinter sich haben. Von daher ist die Korrektur zwar schmerzhaft, aber durchaus normal.

Der morgige Tag dürfte volatil werden und vielleicht die Richtung vorgeben bis zum 21. September, wenn sich die US-Notenbank zu ihrer Sitzung trifft und über eine mögliche Zinsanhebung entscheidet. So oder so, die Korrektur im Goldsektor ist weit fortgeschritten. Eine Gegenbewegung bei den Minenaktien ist überfällig.

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