Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Die Spiele der Fed

Ein verrückter Freitag: Das Treffen in Jackson Hole hat wieder einmal gehalten, was es versprochen hat. Die Rede von Fed-Chefin Janet Yellen wurde zunächst vom Markt positiv aufgenommen. Gold schoss 20 Dollar ins Plus. Doch dann kam ihr Vize, Stanley Fisher, und sorgte dafür, dass der Markt und Gold eingebrochen sind.

Fisher sagte nichts anderes, als dass er in diesem Jahr noch zwei Zinsanhebungen für möglich hält. Und das man dies auch aus den Worten von Janet Yellen heraushören konnte. Gut, dass Fisher dies sagte. Der Markt hatte das bislang nicht so interpretiert. Gold gab die Gewinne binnen weniger Minuten wieder ab. Der Dow Jones drehte ins Minus. Nach Fishers Worten kommt dem Arbeitsmarktbericht von Freitag entscheidende Bedeutung zu. Fällt dieser stark aus, dann ließe das eine Zinsanhebung bereits im September zu.

Warten auf Freitag

Die Erwartung der Marktteilnehmer für einen Zinsschritt noch im September ist daraufhin sprunghaft auf 33 Prozent angestiegen. Jetzt schielen natürlich alle Marktteilnehmer auf den kommenden Freitag. Nach einem extrem schwachen Arbeitsmarktbericht für Mai sind die Berichte für Juni und Juli äußerst stark ausgefallen. Setzt sich dieser Trend fort, dann dürfte die Zinsfantasie weitere Nahrung erhalten.

Was also nehmen wir als Erkenntnis mit: Die Fed spielt weiter mit der Zinserhöhungsfantasie. Ob sie wirklich einen Zinsschritt vollziehen wird oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Alleine die Ankündigung, dass dies möglich sei, verunsichert die Märkte. Positiv: Gold ist nicht nennenswert ins Minus gedreht. Jetzt wartet natürlich jeder auf den Freitag. Den Anlegern steht wohl eine weitere Woche der Konsolidierung ins Haus. Das psychologische Spielchen geht weiter.

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