Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Die Korrektur läuft nach Plan

Der Goldpreis ist gestern nach einem starken Start in den Tag deutlich unter Druck gekommen. Das ist allerdings kein Grund zur Panik. Die Korrektur war überfällig. Dass sie jetzt heftig ausfällt, sollte niemanden überraschen. Wichtig werden die Unterstützungszonen. Die sollten Stand halten, um das bullishe Bild nicht zu zerstören.


Auch heute geht die Konsolidierung bislang weiter. Auffällig: Silber präsentiert sich relativ stabil. Das überrascht in mehrfacher Hinsicht. Zum einen sind die Shortbestände der Commercials bei Silber auf einem Rekordhoch. Zum anderen hat sich Silber in der Vergangenheit stets volatiler gezeigt als Gold. Von daher kann man – obwohl das etwas seltsam klingt – von einer beginnenden relativen Stärke von Silber sprechen.


Minen halten sich gut


Auch die Minenaktien halten sich relativ stabil. Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold hat gestern gerade einmal zweit Prozent verloren. Ein Abschlag von zwischenzeitlich fast 20 Dollar bei Gold wäre vor einigen Monaten noch für deutlich größere Abschläge bei den Minenaktien gut gewesen. Also auch auf dieser Seite herrscht noch nicht allzu viel Druck.


Dazu kommt: Auch Profis kaufen mehr und mehr Gold. So kauft unter anderem auch Blackrock Gold. Der weltgrößte Vermögensverwalter hat 13 Prozent an dem weltgrößten Gold ETF SPDR Gold Share erworben. Eine beachtliche Summe.


Wichtig wird die Unterstützungszone zwischen 1.180 und 1.150 Dollar. Diese sollte der Goldpreis nicht mehr unterschreiten, um das bullishe Gesamtbild nicht zu zerstören. Im Idealfall dreht das Edelmetalle bereits im Bereich von 1.200 Dollar wieder nach oben. Gelingt es, im anschließenden Anstieg ein neues Hoch zu generieren, dann wäre dies ein wichtiger Schritt heraus aus dem Bärenmarkt.

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