Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Die große Trendwende – oder doch nur ein Strohfeuer?

Es ist ein famoser Start in das Jahr 2014 für Gold. Der Preis für das Edelmetall konnte bislang rund zehn Prozent zulegen. Freilich, für diejenigen, die im vergangenen Jahr bereits in Gold investiert gewesen sind, ist das ein schwacher Trost. Und die meisten Charttechniker geben noch längst nicht grünes Licht. Sie sprechen von einer Bärenmarktrallye.

Und in der Tat: Bislang ist der mittelfristige Abwärtstrend nicht gebrochen. Zwar kann man im Chart einen Doppelboden ausmachen. Doch um diesen zu bestätigen, müsste Gold aus diesem Abwärtstrend ausbrechen. Noch viel wichtiger: Die Bullen müssten den Bereich zwischen 1.500 und 1.530 Dollar zurückerobern. Genau dort lag Anfang des vergangenen Jahres noch ein massiver Boden. Doch im Mini-Crash im April wurde diese Unterstützung gebrochen – der Abverkauf nahm seinen Lauf.

ETFs verzeichnen Zuflüsse

Wie wahrscheinlich ist es aus fundamentaler Sicht, dass Gold überhaupt in diesen Bereich vorstößt? Sie erinnern sich vermutlich: Im vergangenen Jahr haben börsennotierte ETFs massive Abflüsse zu verzeichnen und warfen deshalb über 800 Tonnen Gold auf den Markt. Dieser Trend zumindest scheint gestoppt. Im Februar konnte der weltgrößte Gold gedeckte ETF, der SPDR Gold Trust, konnte im Februar erstmals wieder Zuwächse verzeichnen. Die fallen mit 10,5 Tonnen gemessen an den Abflüssen im vergangenen Jahr zwar bescheiden aus. Doch zumindest fällt der Druck auf den Goldpreis von dieser Seite weg.

Allerdings, und das sollten Anleger auch bedenken: Mit dem Monat März steht ein traditionell schwacher Monat für Edelmetalle ins Haus. Kann sich das in diesem Jahr ändern? Man sollte nicht vorschnell mit dem Satz „In diesem Jahr ist alles anders“ argumentieren. Aber statistisch gesehen ist mit Gold auch im Februar kein Gewinn zu machen. Und zumindest das war in diesem Jahr schon anders. Bei der Schweizer UBS rechnet man jedoch mit einem Rücksetzer auf 1.280 Dollar – also auf das Ausbruchsniveau. Das wäre charttechnisch kein Beinbruch.


DER AKTIONÄR rechnet kurz- bis mittelfristig mit einen Kursanstieg in den Bereich des Zwischenhochs bei 1.363, vielleicht sogar bis in den Widerstandsbereich von 1.420 Dollar. Zwar dürfte der weitere Kursverlauf nichts für schwache Nerven bleiben. Doch die Chancen auf ein Comeback von Gold standen seit eineinhalb Jahren nicht mehr so gut wie zurzeit. Mit den richtigen Minenaktien können Anleger von einer Aufwärtsbewegung überproportional profitieren. In dem monatlich erscheinenden Report „!00 Prozent mit Gold, Silber & Co“ stellt DER AKTIONÄR aussichtsreiche Rohstoffaktien vor, die das Potenzial haben, sich mindestens zu verdoppeln.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 1 Kommentar

Goldexperte Bußler: „Eine schwarze Woche“

Keine gute Woche für Goldanleger: Der Goldpreis kam in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck, rutschte unter die 200-Tage-Linie und unter die vor allem psychologisch wichtige Marke von 1.300 Dollar. Doch nach Ansicht von Markus Bußler ist das kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Es gibt … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Steigt Gold auf 1.600 Dollar?

Der Goldpreis fällt unter die Marke von 1.300 Dollar und bei den Anlegern macht sich Resignation und Frustration breit. Doch der mittel- bis langfristige Ausblick ist alles andere als frustrierend. Das jedenfalls glaubt Ian Telfer, Chairman von Goldcorp. Der einfache Grund: Alle großen Golddepots … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold bricht ein – was nun?

Der Goldpreis kommt am Dienstag deutlich unter Druck. Vor allem die steigenden Renditen bei US-Staatsanleihen belasten das Edelmetall. Dazu sorgt der stärkere Dollar für Druck. Mittlerweile wurden wichtige Unterstützungen gerissen, die 200-Tage-Linie wurde ebenfalls unterschritten. Höchste Zeit, … mehr
| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Der Bond-King spricht: Gold hat 1.000 Dollar Potenzial

Jeffrey Gundlach ist eine Legende. Als Manager des 9,3 Milliarden schweren TCW Total Return Bond Fund hat er sich einen Namen gemacht, bevor er DoubleLine Capital gegründet hat. Sein Spitzname: Der Anleihekönig. Jetzt sorgt er mit einer furiosen Aussage für Aufsehen: Gold hat das Potenzial um 1.000 … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Das war knapp

Der Goldpreis hat eine verrückte Woche hinter sich: Am Mittwoch kletterte der Goldpreis auf ein neues 20-Monats-Hoch, nur um am Widerstand bei 1.366 Dollar zu scheitern. Anschließend ging es wieder bergab mit der Notierung für das gelbe Metall. Silber scheiterte im gleichen Moment an der … mehr