Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Das Zinsgespenst geht um

Es ist wieder einmal Freitag. Es ist wieder einmal ein Freitag, an dem in den USA die jüngsten Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Es ist wieder einmal ein Freitag, an dem der Goldpreis am Nachmittag in die Knie geht. Die Arbeitsmarkten lassen einmal mehr die Befürchtungen aufkeimen, dass die US-Notenbank schon bald einen Zinsschritt vollführen wird.


„Mit 295.000 neugeschaffenen Stellen fiel der Beschäftigungsaufbau stärker aus als im Vormonat und signifikant höher als erwartet. Der Wert des Vormonats wurde leicht nach unten revidiert. Bei der Arbeitslosenquote kam es zu einem deutlicheren Rückgang als erwartet auf 5,5 Prozent“, schreibt NordLB-Analyst Bernd Krampen in einer ersten Reaktion auf die Zahlen. Die Aufhellung auf dem US-Arbeitsmarkt setze sich damit fort. „Die Federal Reserve wird die positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt erfreut zur Kenntnis nehmen, den Passus ,geduldig abwarten´ im Statement demnächst streichen und vermutlich im Juni 2015 eine erste Zinsanhebung vornehmen.“

Der Goldpreis ging direkt nach der Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten in die Knie. Wichtige Unterstützungen wurden gerissen. Zunächst fiel die Marke von 1.190 Dollar, zuletzt auch die von 1.180 Dollar. Damit deutet vieles auf ein neuerliches zyklisches Tief hin. Nenneswerte Unterstützungen liegen jetzt noch in der Range von 1.150 bis 1.140 Dollar. Ansonsten droht ein schneller Absturz Richtung der 1.100-Dollar-Marke. Für den Goldpreis in Euro sieht die Lage etwas anders aus. Da der Euro ebenfalls rasant an Wert verliert und mittlerweile unter die Marke von 1,09 gerutscht ist, hat sich der Goldpreis in Euro kaum bewegt. Dies dürfte vor allem Anleger in physischem Gold aber auch Silber freuen. Dennoch: Aus charttechnischer Sicht sieht es für beide Edelmetalle derzeit nicht gut aus. Das Short-Szenario bleibt intakt.

Sie interessieren sich für Gold und Silber? Dann diskutieren Sie mti auf Bußlers Goldgrube auf Facebook.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Markus Bußler | 1 Kommentar

Gold wird nie wieder steigen!

Aus und vorbei: Gold wird nie wieder steigen. Und eines ist sicher: Aktien werden ewig steigen und nie wieder zurückkommen. Diese beiden Grundsätze scheinen derzeit in Stein gemeißelt zu sein und sich mehr und mehr unter den Anlegern breit zu machen. Doch Märkte verlaufen in Zyklen. Die immer … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Uran + Lithium = Viel Fantasie?

Der Goldpreis tritt weiter auf der Stelle. Das Edelmetall scheint bei 1.280 Dollar sein Niveau gefunden zu haben. „Damit bleibt alles beim Alten. Wichtig ist die Unterstützung bei 1.260 Dollar“, sagt Markus Bußler. Auch beim Silberpreis hat sich in der vergangenen Woche vergleichsweise wenig getan. … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Goldexperte Bußler: Bei Uran spielt die Musik

Der Goldpreis sucht weiter eine Richtung. In den vergangenen Wochen tritt das Edelmetall praktisch auf der Stelle. Die wichtige Unterstützung bei 1.260 Dollar hat bislang gehalten. „Im Moment gibt es keinen Grund, die Long- oder Shortseite aggressiv zu spielen“, sagt Markus Bußler. Die Musik spiele … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Gold: Es braut sich etwas zusammen

Gold ist derzeit – wieder einmal – unbeliebt bei Investoren. Nach dem starken Anstieg im August hat Gold deutlich korrigiert. Die große Frage: Ist das nur eine Korrektur im Aufwärtstrend oder bereitet Gold einen großen Rücksetzer vor? Fakt ist: Die Chancen der Bären stehen aktuell gut. Doch noch … mehr