Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Gold: Das ist erst der Anfang

Der Goldpreis steht unter Druck. Binnen einer Minute bricht der Goldpreis im frühen asiatischen Handel um 50 Dollar ein. 2,7 Milliarden Dollar Papiergold werden verkauft. Ein Flash-Crash, wie aus dem Bilderbuch ist die Folge. Zur Mittagszeit hat sich der Goldpreis wieder leicht erholt. Und in Internetforen wird schon wieder zum Einstieg geblasen. Doch Vorsicht: Das Risiko ist hoch.


Vergleiche zum November 2014 werden wach: Auch damals brach der Goldpreis im asiatischen Handel ein, erholte sich aber zusehends und schloss deutlich im Plus. Die Ausgangslage war damals wie heute die Gleiche: Hohe Shortpositionen der großen Spekulanten hatten für Druck auf den Goldpreis gesorgt. Als sie anfingen, die Positionen einzudecken, beschleunigte das die Aufwärtsbewegung. Der Auslöser damals: Das „Nein“ der Schweizer zur Goldinitiative. Zunächst folgte auf das „Nein“ ein Abverkauf. Als sich dann keine Anschlussverkäufe einstellten, drehte der Goldpreis wieder nach oben.

Chinas Goldreserven als Auslöser?


Der Auslöser heute: Möglicherweise haben die revidierten Goldreserven Chinas – die deutlich niedriger ausfielen als von vielen erwartet – für den Kursrutsch gesorgt. Stellen sich jetzt keine Anschlussverkäufe ein, könnte es zum gleichen Turnaround kommen wie im November 2014. Es ist aber auch ein anderes Szenario denkbar: Möglicherweise sorgen die hohen Short-Positionen weiter für Druck und den Spekulanten gelingt es, den Goldpreis weiter in die Knie zu zwingen. Dann könnten sich die Short-Positionen sogar noch erhöhen und die Abwärtsspirale weiter anheizen. Dann könnte der Goldpreis tatsächlich bis in dreistellige Kursregionen rutschen.

So paradox das klingt: Der Abverkauf könnte für Goldanleger auch seine gute Seite haben. Der mittlerweile fast vierjährige Bärenmarkt könnte damit seinen Abschluss finden. Auch aus charttechnischer Sicht könnte ein Kapitulationstief genau der Abschluss sein, der bislang gefehlt hat. Die kommenden Stunden und Tage könnten damit entscheidend für die Richtung des Goldpreises in den kommenden Jahren sein.


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Kasse statt Masse

Autor: Fisher, Ken
ISBN: 9783864703188
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: 22.07.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
auch als eBook erhältlich

Ken Fisher ist unter Investoren und Börsianern eine Legende. Als Anleger ist er ein sogenannter Contrarian. Das heißt, er denkt und handelt anders, als es die Masse der Anleger tut. Sind alle skeptisch, steigt er ein. Sind alle euphorisch, wird er vorsichtig. In diesem Buch zeigt Ken Fisher, warum man als Contrarian an der Börse mehr Erfolg haben kann und meistens auch wird, als es normalen Anlegern vergönnt ist. Und er erklärt Ansätze und Strategien, mit denen jeder Leser selbst zum Contrarian werden und an der Börse Geld verdienen kann.

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